Naturschutzgebiete-Problematik nimmt großen Raum der Diskussion ein

Suedlink im Werra-Meißner-Kreis: Mit Erörterung geht’s in die dritte Runde

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Zur Eröffnung des Suedlink-Erörterungstermins in der großen Multifunktionshalle Rodenberg-Arena oberhalb von Rotenburg/Fulda waren mehr als 155 Einwender erschienen. Zwei Tage genügten nicht, um alle Punkte abzuhandeln.

Rotenburg / Werra-Meißner – Der Klärungsbedarf bezüglich der Verlegung der Suedlink-Erdkabelleitung ist groß: Beim Erörterungstermin in Rotenburg/Fulda geht es am Donnerstag in die dritte Runde.

Die ersten beiden Tage genügten nicht, um mit den Einwendern –  vorwiegend aus dem Werra-Meißner-Kreis – alle Tagesordnungspunkte abzuhandeln. Das teilte auf Anfrage Erster Kreisbeigeordneter Dr. Rainer Wallmann mit.

Nachdem am Dienstag noch über die Probleme für die Landwirtschaft gesprochen wurde, standen am Mittwoch zunächst die Menschen und ihre Gesundheit im Mittelpunkt. Dabei ging es um den Abstand der Stromkabel zur Besiedlung. Während unter anderem die Angst der Menschen vor Beeinträchtigungen durch elektrischmagnetische Strahlung sowie Bodenerwärmung eindringlich dargelegt wurde, betonten die Vertreter der Übertragungsnetzbetreiber die Unbedenklichkeit.

Großen Raum in der Diskussion nahm dann auch das Naturschutzgebiete-Netz Natura 2000 ein: Der Fachvertreter vom Regierungspräsidium verwies auf die sehr hohe Sensibilität des großen FFH-Gebiets „Werra- und Wehretal“. Insbesondere in der Werraaue bei Witzenhausen-Wendershausen, so wurde deutlich gemacht, könne die Kabelverlegung nur durch Unterbohrungen in Kette erfolgen. Die dafür erforderlichen drei bis vier Verknüpfungspunkte, die an die Erdoberfläche gehen, stellen sich dabei als besonders problematisch dar. Denn: Die Eingriffe dort durch Baustellenstraßen, Baggerarbeiten und Rohrverlegungen bedeuteten stets große Baustellen, die als nicht genehmigungsfähig erachtet werden.

Vize-Landrat Wallmann: „Das ist aus unserer Sicht ein Riegel.“ Und der bedeutet: Hier kann die Trasse nicht langgehen.

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