Tierschützer im Kreis versorgten hunderte Katzen

Werra-Meißner. Im Tierheim und bei Tierschutzvereinen werden vermehrt alte und kranke Katzen abgegeben.

Immer mehr ältere oder kranke Katzen werden ausgesetzt, berichten das Tierheim Eschwege und die Katzennothilfe 2000 Hessisch Lichtenau/Großalmerode. Nicht mehr nur die üblichen Würfe an Frühlings- oder Herbstkätzchen sind es, sondern vermehrt betagte Tiere, darunter auch Rassekatzen.

Allein gut 260 Samtpfoten wurden über das Jahr verteilt im Tierheim Eschwege abgegeben, sagt die Vereins-Vorsitzende Gudrun Schmidt. Davon gut 50 Jungtiere, aber auch tragende Katzen. Mehr Katzen als in den vergangenen Jahren sind es nicht, es wurden jedoch mehr Tiere bewusst abgegeben als Streuner gefunden, berichtet Schmidt. Das habe die unterschiedlichsten Gründe: Besitzer versterben, müssen ins Pflegeheim oder der neue Vermieter erlaubt keine Tierhaltung.

Dazu kommt momentan: Viele Streuner, die über den Sommer nicht auffallen, suchen nun Wärme und Nahrung und werden so eher entdeckt. Seit Juni waren es allein 145 Miezen, die ins Tierheim kamen. Die meisten davon waren krank, etwa mit Augenentzündungen und Erkältung.

Die Zahl ausgesetzter und verwahrloster Katzen nimmt zu und immer häufiger arbeitet der Verein mit dem Veterinäramt zusammen, berichtet Gabriele Pötzsch von der Katzennothilfe. Beim Tierschutzverein Witzenhausen waren es im Herbst vergleichsweise mehr Katzen als üblich, die übernommen wurden. Allein 48 Samtpfoten vermittelten die Tierschützer in diesem Jahr, berichtet Andreas Peterzelka. Für vier Miezen werde gerade noch ein neues Zuhause gesucht.

Dass viele Katzen wieder adoptiert werden, stellt auch Schmidt fest. Gerade ältere Menschen würden sich für ältere Tiere entscheiden - auch Katzen mit Behinderungen finden oft ein neues Heim. Momentan leben rund 40 Katzen im Tierheim Eschwege. 2013 waren es um die gleiche Zeit 110, „eine Belastung für Mensch und Tier“, so die Leiterin. Was die Kommunen und die Tierschützer zum Thema "Kastrations- und Kennzeichnungspflicht für Katzen" sagen, lesen Sie in der gedruckten Montags-Ausgabe der HNA.

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