Technik im Alter

Weiter selbstständig leben: Beratungsstelle hilft älteren Menschen

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Hilfsmittel für Senioren: Mirijam Holzhauer leitet die Beratungsstelle „Technik im Alter“ auf der Kreisverwaltung. Bei ihr können die Produkte auch zum Testen ausgeliehen werden. Rechts ein Telefon mit Großtasten, das wir im, unteren Artikel vorstellen.

Werra-Meißner. Seit Anfang 2014 informiert Mirijam Holzhauer für die Beratungsstelle „Technik im Alter“ ältere Menschen im Werra-Meißner-Kreis über Hilfsmittel im Alltag.

Ob Telefone mit größeren Tasten, Gehhilfen oder Erinnerungssysteme - die Bandbreite von Hilfsmitteln für allein lebende Senioren ist groß. Doch: Woher bekommt man diese? Und welche braucht man eigentlich? Diese Fragen lassen sich oft nicht so leicht klären. Deshalb ist der Werra-Meißner-Kreis tätig geworden. Seit Anfang 2014 berät Mirijam Holzhauer ältere Menschen individuell über für sie hilfreiche Geräte und zeigt Beschaffungsmöglichkeiten auf. Sie ist die Leiterin der Beratungsstelle des Bundesprojekts „Technik im Alter“.

„Der Markt von Assistenzmitteln für Senioren ist riesig. Allerdings wissen viele einfach nicht, was es alles gibt und wo es erhältlich ist. Bei all diesen Dingen unterstütze ich“, sagt Holzhauer. Der Architektin, die auch schon in der Erwachsenenbildung und in der Hospizarbeit tätig war, ist es ein Anliegen, die Lebensqualität Älterer zu fördern und deren Selbstständigkeit zu erhalten. „Das funktioniert wunderbar mit einem verlängerten Fenstergriff oder einem Signal, das an den Herd oder die Medikamenteneinnahme erinnert.“

Zudem schützten gerade spezielle Telefone, Tablets oder Handys vor Isolation. „So kann man mit Kindern und Enkeln, die anderswo leben, in Kontakt bleiben und fühlt sich nicht allein“, sagt Holzhauer. Gerade in einer ländlichen Region wie dem Werra-Meißner-Kreis sei das immens wichtig. „Im Gegensatz zur Stadt haben die Menschen sich hier oft ein eigenes Haus gebaut und wollen dort verständlicherweise so lange wie möglich bleiben.“ Derzeit versuche sie, die Kooperation mit regionalen Anbietern voranzutreiben. „Kein älterer Mensch wird die Hilfsmittel im Internet bestellen.“ Schon jetzt könnten Sanitätshäuser und Elektrogeschäfte im Kreis viele der Gegenstände beschaffen. „Ich helfe bei der Vermittlung“, sagt Holzhauer.

Um eine breitere Masse zu erreichen, halte sie neben den individuellen Beratungsterminen auch Vorträge in Kommunen und Selbsthilfegruppen. Am Dienstag, 6. Oktober, 12 bis 17 Uhr, und am Mittwoch, 7. Oktober, 10 bis 17 Uhr, findet sogar eine Messe im E-Werk in Eschwege statt. Dort werden die angesprochenen Produkte und Dienstleistungen, die Senioren im Alltag unterstützen können, von Experten präsentiert.

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