Wenn Drachen tanzen

Stammgäste auf Burg Hanstein: Am Wochenende treten die Musiker von Saltatio Draconum, (von links) Markus Schütz alias Loki der Schelm, Toni Karalus alias Antonius der Unglückselige, Timo Schütz alias Momo, Carsten Schütz-Kowalek alias Limerik der Wolf und Frederik Esselmann alias Lucull der Ohrenschmaus, zum fünften Mal in Folge beim Burgfest auf. Foto: Demmer

Die Mittelalterband Saltatio Draconum spielt beim Hansteiner Burgfest - Erste CD aufgenommen

Burg Hanstein. Trommeln dröhnen, Dudelsack-Klänge schallen über das Tal, fünf Männer in mittelalterlicher Gewandung stehen vor der Burg Hanstein und tauchen das historische Gemäuer in die passende musikalische Kulisse. Seit mittlerweile fünf Jahren gehört die Mittelaltergruppe Saltatio Draconum zum festen Bestandteil des Hansteiner Burgfestes und hat jetzt ihre erste CD auf den Markt gebracht.

Mit dem historischen Gemäuer hat die Gruppe eine besondere Verbindung. Als der Kino-Film „Der Medicus“ 2012 dort gedreht wurde, waren Sänger und Dudelsack-Spieler Frederick Esselmann und Markus Schütz, ebenfalls am Dudelsack, mit dabei. Über ein Video-Portal im Internet hatten die beiden sich kennengelernt, berichtet Esselmann, der zu der Zeit in Witzenhausen wohnte und in der mittelalterlichen Schänke Klausenhof unterhalb der Burg Hanstein arbeitete.

Ein Name war schnell gefunden: Irgendetwas mit „Draconis“, also Drache, sollte es sein, so Esselmann. Schlussendlich gaben sie sich den Namen Saltatio Draconum - Drachentanz. 2011 kam mit Carsten Schütz-Kowalek ein Trommler hinzu. Vor zwei Jahren dann der dritte Schütz-Bruder, Timo, ebenfalls am Dudelsack. Seit Herbst 2015 ist Toni Karalus der neue Mann am Schlagwerk, nachdem sich Band und vorherige Trommler nach Auftritten zur Herbstmesse in Kassel getrennt hatten.

Danach wurde es ruhig um die Band: Bis Ende Januar dieses Jahres zogen sie sich ins Tonstudio von Gary Nagy im thüringischen Mülverstedt zurück, um ihre erste CD „Primus“ (Der Erste) aufzunehmen. Dabei wurde die Plattenfirma STF-Records auf sie aufmerksam, die sie unter Vertrag nahm.

Die CD bezeichnen die Musiker als „Zeitreise vom Mittelalter bis heute“. Neben traditionellen Stücken wie der Douce Dame Jolie gibt es mit Der Medicus von Mario Sigismund auch ein Lied, das nur von Saltatio Draconum professionell gespielt werden darf. Auf dem letzten Stück Schwedentanz ist sogar eine verzerrte Gitarre zu hören.

Mittlerweile sind die Musiker so firm an ihren Instrumenten, dass sie sogar Schlagwerk und Dudelsäcke selbst bauen. Der Grund: „Ich hatte mir zuerst einen Sack gekauft, der Schrott war“, verrät Markus Schütz. Also beschäftigte er sich intensiv mit dem Aufbau der Geräte. Mit dem Vorteil, dass er auch gekaufte Instrumente heute optimal stimmen kann.

So viel Spaß das Musizieren mit Dudelsack und Schlagwerk auch macht: Für die Fünf soll es erst einmal weiter ein Nebenberuf bleiben, „sonst leidet die Familie“, erklärt Markus Schütz. Und zwar einer, für den sie am Wochenende auf dem Hanstein spielen, und auch für die kommende Herbstmesse in Kassel wurde Saltatio Draconum schon wieder gebucht. (nde)

Info: Die CD ist erhältlich bei Media Markt, Saturn, Amazon, STF-Records und bei den Auftritten der Gruppe. (nde)

www.saltatio-draconum.de

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