Models berichten

Werbekampagne der Feuerwehr: Nur positive Rückmeldungen

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Erfolgreiche Kampagne: Die Models Laura Bachmann, Stefan Schlegel (Zweiter von rechts) und Lucas Flohr (rechts) mit dem Kreisfeuerwehrverbandschef Hans Heinz Staude.

Werra-Meißner. Sie heißen Laura, Lucas und Stefan, kommen aus Hessisch Lichtenau und sind seit gut vier Monaten ein Teil der Gesichter, die für den Kreisfeuerwehrverband Werra-Meißner werben – und sie begegnen ihrem Bild seitdem immer wieder.

„Beim Werra-Meißner-Tag habe ich beim ersten Blick auf das Plakat „Um Gottes Willen“ gedacht“, sagt Stefan Schlegel und schmunzelt. Denn später hätten die wenigsten die Gesichter auf Flyern und Bannern mit den realen Feuerwehrleuten vor sich in Verbindung gebracht. „Direkt auf das Plakat angesprochen hat mich noch keiner“, sagt er. Mehr Resonanz habe es auf der Internetplattform Facebook gegeben, da sein Konterfei auch die Internetseite des Kreisfeuerwehrverbands zierte.

Dem sei es wichtig gewesen, reale Feuerwehrleute aus dem Kreis für die Kampagne zu gewinnen, erklärt Verbandsvorsitzender Hans Heinz Staude. „Gesichter, mit denen man was anfangen kann.“ So wie das von Lucas Flohr. Ein großes Plakat von ihm stand im Rathaus von Hessisch Lichtenau, was dazu führte, dass er häufig angesprochen wurde. „Es gab nur positive Rückmeldungen“, sagt er.

Angesprochen werde sie ab und an, erklärt Laura Bachmann. Zum Beispiel von einer Bekannten, die das Plakat regelmäßig in ihrem Dorf sieht. Frauen zeigen, dass auch sie was in der Feuerwehr können und ihre Hemmungen überwinden, wollte sie mit ihrer Teilnahme als Werbegesicht. Und: „Vielleicht haben die Menschen weniger Hemmungen zur Feuerwehr zu gehen, wenn die Menschen auf den Plakaten aus der Region kommen.“

Model Laura Bachmann neben ihrem Motiv.

Für die Kampagne wurden sie vom ehemaligen Stadtbrandinspektor Steffen Rödel angesprochen, berichtet Lucas Flohr. „Ich fand das eine gute Sache und habe mich gleich zur Verfügung gestellt.“ In rund fünf Minuten waren von jedem Model die Bilder im Kasten, erinnern sich die drei Brandschützer. Los ging die Kampagne dann im September 2017 mit der Vorstellung. Im zweiten Teil drehte sich alles um das Thema „Was machen wir“ und nun ist der dritte Teil unter dem Motto „Das kannst Du auch, komm zu uns“ eingeläutet. Eine Kampagne mit bisher guter Resonanz. Die entsprechende Facebook-Seite erhielt bereits mehr als 1000 Likes, in etlichen Vereinen kam es zu neuen aktiven Mitgliedschaften und Fördermitgliedern. So verzeichnete Herleshausen zum Beispiel zwei neue Einsatz-Mitglieder und 14 neue Förderer, erklärt Staude. Die Feuerwehr Hessisch Lichtenau konnte beim Werra-Meißner-Tag zwei 15- und 16-Jährige syrische Flüchtlinge für die Jugendwehr gewinnen, sagt Stefan Schlegel.

Ein Ende für die Kampagne ist noch nicht angedacht. Demnächst steht laut Staude erst einmal eine Analyse an, wie die Kampagne bisher gelaufen ist.

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