Mitarbeiter können flexibler sein

Betriebe im Werra-Meißner-Kreis fördern das Arbeiten im Homeoffice

Werra-Meißner. Die Zeichen für mehr Homeoffice im Werra-Meißner-Kreis stehen gut.

„Die Arbeitskräfte der Zukunft sind mobil und selbstständig. Der fixe Arbeitsplatz verliert zunehmend an Bedeutung", sagt die Wirtschaftsförderung. Zu dieser Erkenntnis kommt Dr. Lars Kleeberg, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderungsgesellschaft, in seinem Ausblick für den Wirtschaftsstandort Werra-Meißner.

Betriebe, Institutionen und Behörden im Landkreis unterstützen Kleebergs These und fördern mittlerweile verstärkt das sogenannte Homeoffice (Büro zu Hause). Eine Betriebsvereinbarung haben allerdings die wenigsten Unternehmen.

Interesse am Homeoffice hat zugenommen

„Das Interesse an Homeoffice hat zuletzt stark zugenommen“, sagt Lutz Römer, Unternehmenssprecher der Sparkasse Werra-Meißner. Das Kreditinstitut reagiert auf die Wünsche seiner Mitarbeiter. Umfassende Arbeitsplätze im Homeoffice sollen in diesem Jahr getestet werden. „Bei Mitarbeitern mit Kundenkontakt ist die Arbeit von zu Hause schwierig. Außerdem müssen Datenschutz und Bankgeheimnis sichergestellt sein“, sagt Römer. Beim Stanzspezialist Grein aus Eschwege nutzen rund zehn Prozent der Belegschaft das Homeoffice teilweise. „Besonders die Büro-Mitarbeiter machen davon Gebrauch“, sagt Marketingleiter Lars Walter. Hier nehmen 75 Prozent das Angebot wahr.

„Die mobile Arbeitsplatzlösung ist allerdings nicht für jede Branche umsetzbar“, sagt Kleeberg. Beim Antriebstechnikproduzenten Präwema in Eschwege beispielsweise wurde das Thema Homeoffice zwar „intensiv diskutiert“, dann aber wieder verworfen. „Die Teamarbeit würde gehemmt werden“, sagt Geschäftsführer Josef Preis.

Ausdrücklich erwünscht ist das Homeoffice beim einzigen Amtsgericht des Kreises in Eschwege. „Die Raumressourcen sind knapp“, sagt der Direktor Dr. Alexander Wachter.

Für Andreas Neitzel aus Eschwege, der bei einem international ausgerichteten Unternehmen aus Irland arbeitet, bietet das Homeoffice die Möglichkeit, weiter in der Region wohnen bleiben zu können. 

Nicht rund um die Uhr erreichbar

Beim beliebter werdenden Homeoffice arbeitet der Arbeitnehmer von zu Hause aus und bleibt meist über digitale Kanäle mit dem Arbeitgeber in Kontakt. Generell hat der Arbeitgeber die Kosten für die Einrichtung eines Homeoffices zu tragen. Er ist dafür verantwortlich, dass der Mitarbeiter sämtliche Mittel zur Verfügung hat, die ihm auch im Büro zur Verfügung stehen würden. Der Mitarbeiter muss außerhalb der vertraglichen Arbeitszeiten nicht erreichbar sein. 

Wie das Arbeiten von zu Hause klappen kann, zeigen wir an zwei Beispielen in unserer gedruckten Donnerstagsausgabe der HNA-Witzenhäuser Allgemeinen.

Rubriklistenbild: © Daniel Naupold/dpa

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.