Wieder zwei Fälle gemeldet 

Betrugsversuche per Telefon häufen sich im Werra-Meißner-Kreis 

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Großalmerode / Witzenhausen: Telefonanrufe mit dem Versuch, Menschen um Geld zu betrügen, häufen sich derzeit. Allein am Donnerstag wurden der Polizei wieder zwei gemeldet. 

In beiden Fällen scheiterten die Täter, die mit unterschiedlichen Maschen vorgingen. In Großalmerode wurde ein 66-Jähriger gegen 14.10 Uhr von einer der Stimme nach vielleicht 20 bis 25 Jahre alten Frau angerufen, die sich als angebliche Cousine ausgab. Aufgrund von geistesgegenwärtigen Fragen nach dem Namen des Bruders der Cousine legte die Anruferin sofort auf.

Gegen 21.50 Uhr klingelte bei einer 92 Jahre alten Frau in Witzenhausen das Telefon, es meldete sich ein angeblicher Polizeibeamter. Er warnte die Senioren vor einer vermeintlichen Einbrecherbande, die bereits im Bereich Nordbahnhofstraße in Witzenhausen aktiv gewesen wäre. Sie soll vorsichtshalber, so der Anrufer weiter, Fenster und Türen geschlossen halten. Als die 92-Jährige erklärte, ihr Sohn wohne nebenan, legte der Täter auf, ohne Forderungen zu stellen.

In beiden Fällen wurde, berichtet Polizeisprecher Alexander Först, keine Rufnummer angezeigt.

Sollten Sie ähnliche Anrufe erhalten, rät die Polizei dazu, folgende Tipps zu beachten:

  • Seien Sie misstrauisch, wenn sich Personen am Telefon als Verwandte oder Bekannte ausgeben, die Sie als solche nicht erkennen. Erfragen Sie beim Anrufer Dinge, die nur der richtige Verwandte/Bekannte wissen kann.
  • Geben Sie keine Details zu Ihren familiären und finanziellen Verhältnissen preis.
  • Lassen Sie sich von einem Anrufer nicht drängen und unter Druck setzen. Vereinbaren Sie frühestens für den kommenden Tag einen Gesprächstermin und überprüfen Sie die Angaben.
  • Halten Sie nach einem Anruf mit finanziellen Forderungen bei Familienangehörigen Rücksprache.
  • Lassen Sie sich vom Anrufer die Telefonnummer geben und überprüfen Sie diese mit bereits bekannten Nummern.
  • Rufen Sie die jeweilige Person unter der lange bekannten Nummer an und lassen Sie sich den Sachverhalt bestätigen.
  • Übergeben Sie niemals Geld an unbekannte Personen.

Bei Anrufen oder persönliche Kontaktaufnahme durch angebliche Polizeibeamte:

  • Rufen Sie beim geringsten Zweifel bei der Behörde an, von der die angebliche Amtsperson kommt oder anruft. Suchen Sie die Telefonnummer der Behörde selbst heraus oder lassen Sie sich diese durch die Telefonauskunft geben. Wichtig: Lassen Sie gegebenenfalls einen Besucher während der Überprüfung vor der abgesperrten Tür warten.
  • Lassen Sie grundsätzlich keine Unbekannten in Ihre Wohnung.
  • Fordern Sie von angeblichen Amtspersonen, zum Beispiel Polizisten, den Dienstausweis.
  • Die Polizei wird Sie niemals um Geldbeträge bitten.
  • Lassen Sie sich am Telefon nicht unter Druck setzen. Legen Sie einfach auf.
  • Wenn Ihnen eine Kontaktaufnahme verdächtig vorkommt, informieren Sie sofort die Polizei unter der Notrufnummer 110 oder der jeweiligen Amtsleitung und erstatten Sie Anzeige bei der Polizei.

Weitere Informationen erhalten Sie auch unter www.polizei-beratung.de

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