Fragen und Antworten zum Waffenschein

Das sind die Hürden für Jäger und Sportschützen bis zum Waffenbesitz

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Ein Sport mit Waffe: Im Schützenbezirk 13 Eschwege gibt es rund 1900 Mitglieder in 27 Vereinen. Während des Wettkampfes ist höchste Konzentration gefragt. 

Werra-Meißner. Hessens Innenminister Beuth will das deutsche Waffenrecht verschärfen. Hier erklären Sportschützen, Jäger und der Werra-Meißner-Kreis ihre Sicherheitsmechanismen.

Der hessische Innenminister Peter Beuth hat im deutschen Bundesrat die hessische Gesetzesinitiative zur Verschärfung des Waffenrechts eingebracht. Besonders Extremisten soll der Zugang zu Waffen erschwert werden. Ein Schlupfloch ist der Eintritt in einen Schützenverein oder der Erwerb eines Jagdscheins. Wir erklären die Sicherheitsbestimmungen in diesen Fällen.

Warum wäre es für Extremisten möglich, bei Schützen- und Jagdvereinen dieses Schlupfloch zu nutzen?

In Deutschland ist der Waffenbesitz im privaten Umfeld auf Jäger und Sportschützen limitiert. Nur so kann man auf legalem Weg an eine Waffenschein kommen, wenn man nicht beruflich berechtigt ist.

Wie komme ich als Sportschütze an eine Waffe?

Die Grundvoraussetzung zum Erwerb einer Waffe ist die Mitgliedschaft in einem Schützenverein. Im Altkreis Eschwege gibt es derzeit 27 in Frage kommende Vereine.

Welche Hürden muss ich für den Besitz einer Waffe überwinden?

Bei der Aufnahme durch die Vorstände findet eine erste Prüfung statt, ob das Neumitglied für das Sportschießen geeignet ist. Die Aufnahme kann zwischen zwei und bis zu zwölf Monaten dauern. Die Mitglieder diskutieren jede Aufnahme und stimmen teilweise darüber ab. Es findet auch ein Austausch mit anderen Vereinen statt, in denen die Person vorher aktiv war. „In meiner aktiven Zeit habe ich auch durchaus erlebt, dass aus genau den Gründen von Bedenken die Mitgliedschaft verweigert wurde“, sagt Björn Marz, Bezirksvorsitzender der Sportschützen im südlichen Werra-Meißner-Kreis.

Was passiert nach der Aufnahme in den Schützenverein?

Man muss mindestens zwölf Monate ein regelmäßiges Training mit einer erlaubnispflichtigen Waffe lückenlos nachweisen. Ist der Verein der Meinung, dass es keinerlei Bedenken für den Erwerb einer Waffe zum eigenen Wettkampfbedarf gibt, kann der Sportler einen Antrag über den Sportverband stellen. Nun muss der Antragsteller einen Lehrgang besuchen, der über Umgang mit Waffen und Gesetzen unterrichtet.

Wie sieht es bei den Jägern aus?

In den Jagdvereinen kann man die Voraussetzungen für eine Waffenbesitzkarte erwerben. Waffenkunde ist ein elementarer Bestandteil des Jagdscheins. Der Jagdverein Hubertus Eschwege beispielsweise betreibt auch einen eigenen Schießstand zur Ausbildung der Jungjäger, wo der Umgang mit der Waffe ausführlich geübt wird. Der Jagdschein ist jedoch kein Waffenschein.

Welche Rolle übernimmt der Kreis als Aufsichtsbehörde bei der Genehmigung?

Hat der Antragsteller die Unterstützung von Verein und Verband, kann er beim Werra-Meißner-Kreis einen Antrag stellen. Hier werden durch die Behörde relevante Register abgefragt, ob es Straftaten oder Vergehen bestehen, die gegen eine Zuverlässigkeit der Person sprechen. Das einwandfreie Führungszeugnis und eine soziale und persönliche Eignung bzw. Unauffälligkeit bzw. die geistige und emotionale Gesundheit des Antragstellers sind wichtige Punkte. Personen mit einer entsprechenden Vorgeschichte sind von der Antragsannahme gänzlich ausgeschlossen. Verkehrsdelikte können schon ausreichen, dass eine Genehmigung verweigert wird. 

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