Jagdverein zufrieden

Zahl der Feldhasen im Werra-Meißner-Kreis stabil

Ein Feldhase im Lauf: Zweimal im Jahr wird der Bestand der Tiere durch die Jäger gezählt. Foto:  Willi Rolfes (djv) / nh

Werra-Meissner. Acht bis neun Tiere leben pro Quadratkilometer: Jagdverein Hubertus zufrieden mit Erfassung.

Auch in diesem Frühjahr haben die Jäger im Werra-Meißner-Kreis wieder die Feldhasen im Kreisgebiet gezählt. Dabei werden nach Einbruch der Dunkelheit aus einem langsam über die Feldwege fahrenden Auto mit einem starken Suchscheinwerfer die Felder abgeleuchtet. Das Ergebnis: Die Population im Werra-Meißner-Kreis ist stabil.

Die Gesetzesvorlage 

„Wir Jäger sind es seit vielen Jahrzehnten gewöhnt, die Bestände der in unseren Revieren vorkommenden Wildtiere regelmäßig zu erfassen“, damit beurteilt werden könne, ob und in welchem Umfang eine Bejagung erfolgen sollte, erklärt Rainer Stelzner, Vorsitzender des Jagdvereins Hubertus Kreis Eschwege.

Früher hieß das Wildzählung, heute werde das als Monitoring zur Erfassung der Population bezeichnet. „Das ist eine Selbstverständlichkeit, denn kein Jäger würde eine Tierart bejagen, wenn nicht zuvor festgestellt wurde, dass der Zuwachs eine nachhaltige, jagdliche Nutzung des Bestands erlaubt.“ Seit Dezember 2015 ist die Bestandserfassung bei Feldhase, Rebhuhn und Stockente durch die hessische Jagdverordnung auch gesetzlich vorgeschrieben. „Dieser Verpflichtung, die uns die hessische Umweltministerin Priska Hinz auferlegt hat“, so Stelzner weiter, „kommen wir gerne nach und greifen dabei auf von Wildbiologen entwickelte, bewährte Methoden zurück.“

Die Zählung 

Die Feldhasen werden mindestens zweimal im Jahr gezählt. Die erste Zählung erfolgt vor Beginn der Vegetationsperiode Ende März/Anfang April, also um die Osterzeit. Eine zweite Zählung findet dann im Herbst nach der Ernte statt. Im Lichtkegel des Scheinwerfers leuchten die Augen der Hasen in charakteristischer Weise auf, sodass keine Verwechslungsgefahr mit anderen nachtaktiven Tieren wie Füchsen oder Mardern besteht. Natürlich werden auch andere Wildarten wie Kaninchen, Fuchs, Dachs und Reh mit erfasst.

Nachwuchs: Auch Junghasen gibt es reichlich im Werra-Meißner-Kreis.

Die Population 

Diese verpflichtenden, hessenweiten Zählungen mit dieser Scheinwerfertaxation wurden erstmals im Frühjahr und Herbst 2016 gemacht. In einer ersten Auswertung der Ergebnisse hat sich gezeigt, dass die Herbstzählung in Hessen durchschnittlich 17 Feldhasen pro Quadratkilometer ergeben hat - was deutlich mehr sei als erwartet wurde, teilte das hessische Umweltministerium jetzt mit.

Um das Engagement der Jäger zu unterstützen, erhält jede Hegegemeinschaft in Hessen 200 Euro pro Jahr vom Umweltministerium, um die Kosten für die Zählungen abzudecken.

„In der Mittelgebirgslandschaft des Werra-Meißner-Kreises liegen die Besatzdichten allerdings unter dem hessischen Durchschnitt, etwa bei acht bis neun Hasen pro Quadratkilometer“, sagt Stelzner, der das nicht negativ bewertet. Denn nach dem sehr guten Hasenjahr 2016 waren die Frühjahrsbesätze in diesem Jahr stabil mit leichter Aufwärtstendenz. „Damit“, fügte Rainer Stelzner schmunzelnd hinzu, „ist das Osterfest gesichert, denn an Osterhasen mangelt es im Werra-Meißner-Kreis nicht.“

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