Tipps sind wichtig für Aufklärung

Zeugen im Werra-Meißner-Kreis geben Polizei oft Hinweise zu Unfallfluchten

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Immer wieder ist die Polizei im Werra-Meißner-Kreis auf Hinweise aus der Bevölkerung angewiesen, beispielsweise bei Unfallfluchten, Einbrüchen, Diebstählen und Vandalismus.

„Zeugen haben eine ungemein wichtige Bedeutung im polizeilichen Ermittlungsverfahren“, macht Pressesprecher Alexander Först von der Polizeidirektion Werra-Meißner deutlich. Deshalb sei bei einer Aussage eine umfangreiche Belehrung notwendig und könne bei falschen Angaben auch eine Strafe nach sich ziehen.

Die Bedeutung von Hinweisen betont auch Roger Dietrich vom Weißen Ring Werra-Meißner, einer Hilfsorganisation für Kriminalitätsopfer: „Für die Opfer ist es wichtig zu erfahren, wer die Straftäter sind oder wie sie vorgegangen sind.“ Oft könne das nur mit Hinweisen aus der Bevölkerung geklärt werden.

Wie viele Hinweise im Jahr bei der Polizei eingehen, lässt sich laut Först schwer einschätzen, eine statistische Erhebung gebe es nicht. Hinweise würden nicht zwangsläufig als solche deklariert, auch wenn sie in späteren Berichten Erwähnung fänden. Ob die Anzahl der Hinweise im Laufe der Jahre zu- oder abgenommen hat, ist laut Först daher schwer einzuschätzen.

„Häufig gehen Hinweise zu Unfallfluchten ein, aber meistens schon zeitnah, das heißt der- oder diejenige war Zeuge und meldet dies gleich, ohne einen Zeugenaufruf abzuwarten“, so der Polizeisprecher. Bei Kapitalverbrechen, wozu Mord und schwerer Raub zählen, sei das Hinweisaufkommen oft ebenfalls recht groß, laut Först vermutlich auch deshalb, weil die Bevölkerung in diesen Fällen besonders Anteil nimmt und mithelfen will.

Wer Zeuge eines verdächtigen Vorfalls wird und Beobachtungen macht, die auf eine strafbare Handlung hindeuten könnten, sollte sich nicht scheuen, die Polizei schnellstmöglich zu verständigen. Wichtig ist laut Först und Dietrich, sich dabei selbst nicht in Gefahr zu bringen, also nicht einzuschreiten. 

Zeugen sollen sich Personen und Fahrzeuge einprägen

Folgende Tipps geben Polizei und die Opferorganisation Weißer Ring denjenigen, die Zeuge einer Straftat werden: Wenn es möglich ist und man sich nicht in Gefahr bringt, sollte man die Situation im Auge behalten und sich die Personen und Fahrzeuge einprägen – dabei ist wichtig, wie viele Personen und Fahrzeuge beteiligt sind, wie sie aussehen und wie die Kennzeichen lauten. Dann sollte man die Polizei verständigen und Veränderungen wie die Fluchtrichtung mitteilen.

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