Werra-Meißner: Material verteuert Sanierung

Bauarbeiten an Schulen im Werra-Meißner-Kreis: Handwerkersuche ein Problem

Gebäude der Valentin-Traudt-Schule in Großalmerode
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Eine der teuersten Schulsanierungen im Werra-Meißner-Kreis in den vergangenen zehn Jahren war die Generalsanierungen der Valentin-Traudt-Schule in Großalmerode für 11 Millionen Euro. Künftig plant der Werra-Meißner-Kreis mit gestiegenen Material- und Handwerkerkosten für Schulsanierungen von bis zu 20 Prozent.

Der Werra-Meißner-Kreis plant in den kommenden Jahren mit gestiegenen Material- und Handwerkerkosten für Schulsanierungen von bis zu 20 Prozent.

Werra-Meißner – „Bei den Berechnungen wurden diese Veränderungen eingeplant“, sagt Kreissprecherin Sylvia Weinert. In den vergangenen Jahren hätten Material- und Handwerkerkosten eine untergeordnete Rolle gespielt.

„Der Sanierungsbedarf für 2023 bis 2025 liegt bei 23,16 Millionen Euro.“ Bereits in den vergangenen 14 Jahren habe der Kreis rund 133 Millionen Euro in Schulsanierungen investiert.

Aktuell wird laut Weinert die Anne-Frank-Schule in Wanfried für 8,1 Millionen Euro generalsaniert sowie Mensa und Aula neu gebaut, um die Gerhart-Hauptmann-Schule dorthin zu verlagern. An der Kesperschule in Witzenhausen wird ein Schulgebäude mit zwölf Gruppenräumen für etwa 3,8 Millionen Euro neu gebaut. Zudem wird die Schule am Fischbach in Fürstenhagen für 500.000 Euro energetisch saniert.

In den vergangenen zehn Jahren habe es vor allem Sanierungen im energetischen Bereich sowie für die Ausrichtung der Schulen auf mehr Betreuung und Digitalisierung gegeben. „Die Teuersten waren die Generalsanierungen der Valentin-Traudt-Schule in Großalmerode für 11 Millionen Euro und des Schulcampus in Sontra für 5,1 Millionen Euro sowie die Asbestsanierung am Eschweger Oberstufengymnasium für 4  Millionen Euro“, so die Sprecherin.

Auch die Eltern im Kreis sehen die Schulen in einem guten Zustand. „Außer einer Schule in Eschwege, wo es im Winter kalte Klassenräumen gibt, gibt es keinen Sanierungsstau“, sagt der Kreiselternbeiratsvorsitzende Marco Locorotondo. Um welche Schule in Eschwege es sich handelt, könne er aber nicht sagen, da die Schule derzeit noch geprüft werde. „Die Kosten für die Schulen sind bei der Größe des Kreis-Haushaltes in einer akzeptablen Größenordnung.“

Derzeit sei es aber ein Problem, Handwerker zu bekommen. „Das Problem gab es zum Beispiel bei der Sanierung der Adam-von-Trott-Schule in Sontra“, berichtet Locorotondo. (Von Fabian Becker)

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