Corona und Schule

Werra-Meißner: Schulen bieten Lernakadamien in den Ferien an

Statt leere Klassenzimmer: Schulen bieten Lernakadamien in den Ferien an.
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Statt leere Klassenzimmer: Schulen bieten Lernakadamien in den Ferien an.

Um den durch die Coronapandemie entstandenen Lernlücken bei Schülern entgegenzuwirken, bieten einige Schulen in den Ferien wieder Lernprogramme an.

Werra-Meißner – Darüber hat das Staatliche Schulamt in Bebra auf Nachfrage informiert. Ob und wie Schulen solch ein Lernprogramm anbieten, ist ihnen aber im Wesentlichen selbst überlassen. Das Land Hessen fördert solche Lerncamps über das Programm „Löwenstark – der Bildungskick.“

Angebote gibt es beispielsweise in Sontra, Herleshausen, Eschwege, Bad Sooden-Allendorf und Witzenhausen. Auf dem Plan stehen bei den Schulen dabei Nachhilfekonzepte besonders in den Hauptfächern. Die Teilnahme ist für die Schüler freiwillig. Die Lernakademien finden bei den meisten Schulen im Zeitraum der letzten Augustwochen in Kleingruppen und in Präsenz in der Schule mit den Fachlehrern statt.

„Das kann vor allem den Schülern Sicherheit geben, die in den vergangenen Monaten vor allem per Distanzunterricht und für sich alleine Unterricht hatten“, sagt Schulleiterin Kerstin Ihde der Anne-Frank-Schule (AFS) Eschwege.

Dort gibt es für die Kinder und Jugendlichen neben den Fächern Deutsch, Mathe und Englisch als Ausgleich auch Sportangebote. Außerdem gibt es eine Einarbeitung in verschiedene Präsentationstechniken. Das Angebot werde sehr gut angenommen, etwa 70 Schüler aus Eschwege und dem AFS-Standort Wanfried haben sich angemeldet.

Die Rhenanusschule in Bad Sooden-Allendorf bietet neben den Hauptfächern in den ersten beiden Augustwochen für alle Klassen auch Lernprogramme für Französisch, Latein und Biologie an. Wert auf individuelle Förderung legt auch die Johannisbergschule in Witzenhausen , wo die Lehrer für jeden Schüler der Klassen fünf und sechs ein zugeschnittenes Konzept ausgearbeitet haben, wie die stellvertretende Schulleiterin Gabriele Jansing erklärt. „Das ist am zielführendsten“, sagt sie.

Wichtig ist neben dem Ausgleich schulischer Defizite aber auch das Aufholen von Spaß, Freizeit- und zwischenmenschlichen Aktivitäten, wie Jugendpfleger Kai Zerweck betont. Darauf sollten auch die Eltern achten. Er betreut derzeit ein Ferienangebot auf Burg Ludwigstein: mit Bogenschießen, Zeltlager, Bewegung und kreativen Inhalten. „Kinder und Jugendliche brauchen Raum und müssen sich entfalten können. Es ist richtig spürbar, wie sehr ihnen das gefehlt hat.“

Von Jessica Sippel

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