Trotz Behinderungen durch Corona: Abinoten im Kreis haben sich verbessert

21.04.2020, Schleswig-Holstein, Kiel: Oberstufen-Foto: +++ dpa-Bildfunk +++ | Verwendung weltweit
+
Schülerinnen und -Schüler  sitzen mit Abstand in einem Prüfungsraum zu Beginn einer Abiturprüfung.

Trotz Corona und mit Behinderungen in Form von aufwendigen Hygienevorkehrungen sind 311 junge Menschen an den Gymnasien im Werra-Meißner-Kreis zu ihren Abiturprüfungen angetreten.

301 Schüler haben ihr Abitur bestanden – mit teils hervorragenden Ergebnissen.

Eine Besonderheit gab es lediglich in der Stadt Sontra: Die Adam-von-Trott-Schule hat in diesem Jahr nicht am Landesabitur teilgenommen, weil es durch die Rückkehr vom verkürzten, achtjährigen gymnasialen Bildungsgang (G8) zum neunjährigen (G9) in diesem Jahr keinen Abiturjahrgang gibt – ein so genannter „Null-Jahrgang“.

„Die Abiturienten 2020 haben sich durch die Pandemiesituation weder verschlechtert, noch waren sie signifikant benachteiligt“, sagt Jürgen Krompholz, stellvertretender Amtsleiter des Staatlichen Schulamts für die Landkreise Werra-Meißner und Hersfeld-Rotenburg.

Jürgen KrompholzAmtsleiter Staatliches Schulamt

Diese These lasse sich empirisch untermauern: Die Gesamt-Durchschnittsnote für den Kreis liegt bei 2,36 und hat sich damit gegenüber den Vergleichsjahren 2018 (2,39) und 2019 (2,37) sogar leicht verbessert. „Dabei ist es wichtig zu betonen, dass es keinen Corona-Bonus in Hessen gibt. Das Zentralabitur hielt die gleichen Anforderungen bereit wie in den Vorjahren auch“, sagt Jürgen Krompholz. Die Vorbereitungen auf die schriftlichen Prüfungen seien weitestgehend schon abgeschlossen gewesen, als der Schulbetrieb ab dem 16. März eingestellt wurde. Die Prüfungen begannen am 19. März.

„Schade ist aus meiner Sicht, dass die Schüler durch die Pandemiesituation nicht in gewohnter Art und Weise den Abschluss ihrer dreizehnjährigen, sie enorm prägenden Schulzeit begehen konnten, sondern durch die Hygieneregeln stark eingeschränkt waren“, bedauert Jürgen Krompholz. Obwohl fantasievolle Ersatzformen gefunden worden seien, fehlten den jungen Menschen einmalige Erfahrungen und Momente. „Gleichwohl wird der Abiturjahrgang 2020 – auf seine Weise – ein immer ganz Besonderer bleiben.“

Quelle: Werra-Rundschau

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.