Weintheater

In Grebendorf gibt es nun Theater mit Wein statt DJ mit Bier

Ein Mann mit Hut steht vor einem Plakat.
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Sorgt für Leben auf dem Anger: Weil das Grebendorfer Heimatfest in diesem Jahr ausfallen muss, eröffnet Lutz Jahr jetzt das Weintheater mit einem Abend voll Kabarett, Musik, Theater und Wein.

Kein Heimatfest in Grebendorf. Doch stattdessen lädt das Weintheater ein.

Grebendorf – Ein bisschen Heimatfest muss sein. Damit für die Grebendorfer Sandhasen der Höhepunkt des Jahres, der eigentlich an diesem Wochenende hätte gefeiert werden sollen, nicht ganz Opfer des Virus wird, lädt das kleine Weintheater am Grebendorfer Anger am Samstagabend, 12. September, ab 18 Uhr zu einem Happening unter dem Titel „Großes Theater im Taschenformat“ ein.

Damit wird zugleich das Weintheater, das der Schauspieler Lutz Jahr dort aufgebaut hat, eröffnet werden.

Start um 18 Uhr

Der fröhliche Abend unter freiem Himmel startet mit dem Einlass um 18 Uhr auf dem Platz vor dem Anger und dem Ausschank von Wein. Um 19 Uhr dann beginnt die Show-Time – zunächst mit einem halbstündigen Kabarett-Musik-Programm, dass der gebürtige Berliner und Neu-Grebendorfer Lutz Jahr gemeinsam mit dem Neuburger Schauspieler, Sepp Egere vom Theater „Mensch, egere dich nicht“ gestaltet hat.

Im Anschluss folgt das „Große Theater im Taschenformat“ mit dem etwa einstündigen Stück „Der eingebildete Kranke“ von Molier. In dem Klassiker geht es um Argan, einen Mann, der sich stets neue Krankheiten einbildet und daher zum wahren Tyrannen für seine bedauernswerte Haushälterin und seine Tochter wird.

Das Konzept des Theaters im Taschenformat ist, so Lutz Jahr, dass Klassiker der Weltliteratur von Goethes „Faust“ bis zu „ Cyrano von Bergerac“ in verkürzter Fassung gespielt werden. Zum Teil werden die Texte gelesen und gleichzeitig gespielt. „Wenn mehr als zwei handelnde Personen aktiv sind, hängen die Schauspieler sich auch schon mal ein Schild um, mit dem Namen dessen, den sie gerade darstellen.“

Zu seiner Weintheater-Eröffnung hat sich Lutz Jahr von seinem Kollgen Egere bewusst „Der eingebildete Kranke“ gewünscht, weil er dieses Stück als Zehnjähriger mit dem großen Schauspieler Bernhard Minetti gesehen hatte und danach für sich entschied: „Das will ich auch machen.“

Offener Abend

Was nach der Vorstellung am Samstagabend am Weintheater passiert, soll offenbleiben. Klar ist, es gibt Wein und nicht-alkoholische Getränke. Das Wetter soll spätsommerlich schön werden und der Deckel des Klavieres im Theater steht offen.

Der Eintritt ist frei, es wird allerdings um eine Spende gebeten und auch der Weinausschank basiert auf Spenden. Besucher müssen sich eigene Getränkebecher sowie einen Klappstuhl oder eine andere Sitzgelegenheit mitbringen.

Als Ersatz für das Heimatfest wird unter anderem auch die Kneipe „Klamotte“ an der Grebendorfer Kirchstraße einladen. Am gestrigen Abend haben Grebendorfer Bürger am Anger Kränze gewickelt, um das Dorf trotz des beinahe ganz ausfallenden Heimatfestes zu schmücken. (Von Stefanie Salzmann)

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