Werra-Meißner-Kreis

Wegen Coronakrise: Tierheim in Eschwege bleibt geschlossen

+
Zeus muss erst mal auf ein neues Heim warten: Im Eschweger Tierheim im Werra-Meißner-Kreis werden wegen der Coronakrise vorerst keine Tiere mehr vermittelt. 

Das Eschweger Tierheim im Werra-Meißner-Kreis ist wegen der Coronakrise für den Publikumsverkehr geschlossen. Die Tiere werden in zwei voneinander getrennten Teams betreut. 

Eschwege. „Selbst die scheuesten unter unseren Katzen kommen nun raus“, erzählt Gudrun Schmidt, Vorsitzende des Tierschutzvereins, und zählt damit den einen positiven Aspekt an der ganzen Misere auf. So viel Zeit wie jetzt haben die Tierpfleger normalerweise nicht für ihre Schützlinge. Das Eschweger Tierheim im Werra-Meißner-Kreis ist seit dem 16. März wegen der Coronakrise geschlossen – vorsorglich. 

„Wir haben hier normalerweise einen so starken Publikumsverkehr, dass wir uns zum Schutz aller für diesen Schritt entschieden haben.“ Seitdem betreuen sie in zwei kleinen Teams aus Angestellten und Ehrenamtlichen in einem Zwei-Schicht-System.

Werra-Meißner-Kreis: Zurzeit keine Vermittlung von Tieren wegen Corona

Vermittlungen gibt es wegen der Ausbreitung des Coronavirus zurzeit nicht mehr, Fundtiere können aber weiterhin abgegeben werden. „Wir helfen natürlich, wo wir können, und nehmen Tiere in Not auf.“ Einzig um eine telefonische Voranmeldung bittet sie. 

Doch seit der Schließung blieb es auch in dieser Hinsicht ruhiger als sonst. Erst eine neue Katze gab es seitdem. Für Gudrun Schmidt kann es so bleiben, denn zurzeit ist das Tierheim nicht wie so oft bis zum Anschlag gefüllt, sondern „voll, aber komfortabel“.

Tierheim im Werra-Meißner-Kreis wappnet sich für Coronakrise

21 Hunde und 34 Katzen sowie ein paar Kleintiere wohnen hier zurzeit. „Das ist für Tier und Mensch eine gute Auslastung. Die Tiere haben genug Platz und wir können uns um alle ausgiebig kümmern.“ Um für den Ernstfall während der Coronakrise gewappnet zu sein, haben die beiden Teams keinen Kontakt zueinander. Auch bleiben viele Tierheim-Helfer dieser Tage dem Heim freiwillig fern, um im Notfall einspringen zu können. 

„Falls es hart auf hart kommt und wir alle in Quarantäne sind, dann werden zwei von uns ihre Quarantäne im Tierheim verbringen,“ so Gudrun Schmidt. Denn zwei Leute, die rund um die Uhr da sind, schaffen es, die zurzeit rund 60 Tiere zu versorgen – Gassigehen ist da natürlich mit drin. Wie lange sie das noch so durchhalten? „So lange wir müssen. Bis die Entwarnung kommt.“

Während Corona-Pandemie: Spenden für Tierheim im Werra-Meißner-Kreis 

Mit einem Gerücht, das momentan im Internet kursiert, möchte sie noch aufräumen: „Tiere und Menschen können sich nicht gegenseitig anstecken. Ja, Tiere können auch Viruserkrankungen haben, das sind dann aber andere Erreger.“ Für mehr Informationen verweist sie auf den Deutschen Tierschutzbund.

Wer das Tierheim und seine Helfer unterstützen möchte, ist selbstverständlich weiterhin willkommen. Bei Sachspenden wie Futter oder Handtücher möge man einfach kurz klingeln und die Sachen vor das Tor legen. 

Wegen Corona: Im Werra-Meißner-Kreis hat die Feuerwehr ein Maßnahmenpaket gestartet, um sich zu schützen. Die Bürgermeisterwahlen im Werra-Meißner-Kreis sind wegen Corona verschoben.

Von Ulrike Käbberich

Quelle: Werra-Rundschau

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.