Banker raten, auf Zugangsdaten wie auf Bargeld zu achten

Digitales Leben: Die Mehrheit nutzt Online-Banking

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Informieren über mobile Bezahlmöglichkeiten: (von links) Lutz Römer, Dirk Henne und Michael Reitz von der Sparkasse Werra-Meißner.

Digitales Leben: Die Mehrheit nutzt Online-Banking

Johannes Steup ist Mitte zwanzig und verzichtet auf Online-Banking. „Ich halte nichts davon, da es unsicher ist“, sagt er. Ein Vorfall auf Instagram, bei dem sein Benutzerkonto geknackt wurde, habe ihm gezeigt, dass er alle seine persönlichen Daten mehr schützen möchte.

„Online kann man leicht gehackt werden"

Damals war sein Konto weg, er habe ein neues Passwort beantragen müssen und eine neue Mailadresse. „Online kann man leicht gehackt werden und besonders meine Kontodaten möchte ich einfach schützen“, sagt Steup. Der Weg zur Bank mache ihm nichts aus: „Liegt ja jeden Tag auf dem Heimweg.“

„Online-Banking ist nicht gefährlicher als die bisherigen Bankgeschäfte“, sagt Lutz Römer, Unternehmenssprecher der Sparkasse Werra-Meißner. Auf seine Zugangsdaten müsse man aber genauso gut aufpassen wie auf das Bargeld in der Hosentasche.

Bei der Sparkasse Werra-Meißner nutzen rund 60 Prozent der Girokontenbesitzer die Onlinemöglichkeiten. Bei den Über-65-Jährigen liegt der Anteil inzwischen bei rund 40 Prozent. Niemand müsse in Zukunft aber auf Bankgeschäfte im Internet umsteigen. „Die Kunden sollen das Modell nutzen, mit dem sie sich wohlfühlen“, sagt Michael Reitz, Gruppenleiter Vertriebsmanagement.

Tipps der Sparkasse 

Um im Onlinebanking sicher unterwegs zu sein, hält die Sparkasse einige Tipps parat.

. Gehen Sie vorsichtig mit ihrer PIN und TAN um.

. Ignorieren und melden Sie Anrufe und E-Mails, in denen Sie aufgefordert werden, persönliche Daten preiszugeben.

.  Behalten Sie Ihre Umsätze im Auge und legen Sie ein Tageslimit fest.

.  Sperren Sie im Zweifel Ihren Onlinezugang 116 116.

.  Wählen Sie ein sicheres Passwort. Speichern Sie keine Benutzernamen oder Passwörter.

„Grundsätzlich ist es so, dass alle unsere Dienste voneinander getrennt sind und über mindestens zwei Kanäle arbeiten“, erklärt der Spezialist für Zahlungsverkehr Dirk Henne.

Mobil Bezahlen mit dem Smartphone

Aktueller Trend bei den digitalen Bankgeschäften ist das mobile Bezahlen. Das wird von den beiden großen Systemanbietern iOS (IPhone) und Android (alle anderen Smartphones) vorangetrieben. Mobiles Bezahlen funktioniert wie eine kontaktlose Kartenzahlung: Die Kunden halten das Smartphone ans Terminal und bestätigen jede Zahlung mit der im Smartphone hinterlegten Entsperrfunktion. Eine PIN-Eingabe am Kassenterminal entfällt. Was man dazu braucht? Einen Onlinebanking-Zugang, die Sparkassen-App, das Push-TAN-Verfahren und eine Bankkarte. Für das Bezahlen per Handy oder Smartwatch braucht man keinen Internetzugang. Bei Android, die das System bereits länger anbieten, kann man die Kredit- oder Girokarte benutzen. Bei Apple-Produkten wird bislang nur die Kreditkarte hinterlegt. „Aber erst, seitdem wir das sogenannte Apple-Pay anbieten, kommt das mobile Bezahlen richtig in Schwung“, sagt Sparkassen-Sprecher Lutz Römer. Apple-Kunden seien neuen Technologien gegenüber aufgeschlossener. Die Kartennummer und Name bleibt indes geheim und wird nicht auf dem Gerät oder auf den Servern gespeichert.

sparkasse-werra-meissner.de

Quelle: Werra-Rundschau

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