Zeugen fehlen

Ungewöhnliche Beute: Mann wegen Diebstahl und Waffenbesitz vor Gericht - er streitet alles ab

Eine goldfarbene Justitia-Figur.
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Ein 60-Jähriger ist wegen Diebstahl und Waffenbesitz vor Gericht. (Symbolbild)

Einem Mann aus dem Landkreis Eschwege werden eine ganze Reihe von Straftaten vorgeworfen - darunter Diebstahl, Einbruch und Waffenbesitz. Doch der 60-Jährige streitet alles ab.

Eschwege - Gleich eine Palette an Straftaten legt die Staatsanwaltschaft einem 60 Jahre alten Mann aus dem Kreis zur Last, die er vereinzelt nicht begangen haben will – darunter Einbruch und Diebstahl. Das Gericht konnte dem Mann die Taten bislang nicht nachweisen.

Nicht alle Zeugen konnten am Dienstag (08.09.2020) gehört werden – die Verhandlung wird in drei Wochen fortgesetzt. Die Reihe von Taten liegt zwei Jahre zurück – darunter unerlaubter Schusswaffenbesitz trotz Verbotes, Diebstahl und Personenbedrohung. In einem der Fälle wird ihm der Diebstahl eines Portemonnaies, in dem sich 353 Euro befanden, vorgeworfen.

wenn ich so etwas nehme, dann geh ich doch den nächsten Tag da nicht wieder hin.

Angeklagter

Die Geldbörse hatte in einem Schrank im Haus eines Bekannten gelegen, als der Beschuldigte die Familie besuchte. Nachdem der 60-Jährige das Haus verlassen hatte, bemerkte der Geschädigte das Fehlen des Portemonnaies. Auf Nachfrage stritt der 60-Jährige alles ab. „Ich habe keine Tasche gesehen und wenn ich so etwas nehme, dann geh ich doch den nächsten Tag da nicht wieder hin“, erklärte er vor Gericht.

In einem weiteren Fall soll der Beschuldigte in ein Haus eingedrungen sein und dort Plastikpflanzen und Teleskope gestohlen haben. Der Mann gab jedoch an, die Sachen neben einem Müllberg im Garten gefunden und für Sperrmüll gehalten zu haben. In einem ähnlichen Fall soll er außerdem ein sieben Meter langes Zinkrohr, ein vier Meter langes Fallrohr und weitere Objekte zu Fuß entwendet haben.

Das stritt der Mann vor Gericht ebenfalls ab und entgegnete: „Wie bekloppt müsste ich sein, so oft über die Straße zu gehen – das sieht doch jemand.“ Auch einen angeblichen Fahrraddiebstahl bestritt er. Andere Tatzuweisungen leugnete der Mann zwar, bei einer Hausdurchsuchung der Polizei war allerdings belastendes Material gefunden worden – darunter eine Waffe aus dem Tresor eines Geschädigten.

Zuvor hatte die Polizei den Mann bereits gesucht, da er einen Gabelstapler entwendet hatte und diesen ohne Führerschein fuhr. Ein Zeuge sah den Beschuldigten dabei, wie er Werkzeuge der Firma in ein Auto verlud. Als anschließend der Gabelstapler der Firma fehlte, wurde die Polizei kontaktiert, die den Mann schließlich mitsamt dem Transportgerät stellte. Dieser gab im Prozess an, sich nicht an den Vorfall erinnern zu können. Die Verhandlung wird am Donnerstag (01.10.2020) fortgesetzt. Dann werden weitere Zeugen gehört. (Von Kim Hornickel)

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