Bergmassiv im Fulda-Werra-Bergland

Hoher Meißner ist nationales Geotop - Akademie hat Berg ausgezeichnet 

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Ein besonderes Naturerlebnis bietet der Hohe Meißner: Hier mit Schnee auf den Spitzen, während im Vordergrund Rapsfelder und Kirschbäume blühen. Foto: Andrea Imhäuser/NH

Die Akademie für Geowissenschaften und Geotechnologie hat den Hohen Meißner als nationales Geotop ausgezeichnet. 

  • Auszeichnung für Bergmassiv im Fulda-Werra-Bergland
  • Akademie für Geowissenschaften und Geotechnologie ernennt Hohen Meißner im Werra-Meißner-Kreis zum nationalen Geotop
  • Neben dem Hohen Meißner gibt es noch rund 70 weitere nationale Geotope in Deutschland

Die Akademie für Geowissenschaften und Geotechnologie hat dem gesamten Meißner die Auszeichnung „Nationales Geotop“ verliehen. „Eine sehr wichtige Auszeichnung für uns, die noch einmal unsere Entscheidung, den Naturpark in Geo-Naturpark umzubenennen, unterstreicht“, so der Geschäftsführer des Geo-Naturparks Frau-Holle-Land, Marco Lenarduzzi.

Hoher Meißner: Geologie ist für Artenvielfalt verantwortlich

Die abwechslungsreiche Geologie im Naturpark ist für die Artenvielfalt verantwortlich. Im Werra-Meißner-Kreis wachsen seltene Pflanzen wie Knabenkraut und Arnika. „Maßgeblich entscheidend dafür ist der richtige Untergrund“, weiß der Geologe Diethard Lindner.

Im Geo-Naturpark gibt es über 200 spannende Geotope zu entdecken; dazu gehören Höhlen, Steinbrüche und Seen. Viele von ihnen liegen an den Premiumwanderwegen und bieten so interessante Ziele für Wanderer und Spaziergänger.

Rund um den Hohen Meißner gibt es 120 Geotope

Allein auf und rund um den Hohen Meißner sind 120 dieser Geotope zu finden. Dazu gehört unter anderem die Kitzkammer bei Hausen – eine Felswand aus fünf- und sechseckigen waagerecht liegenden Basaltsäulen. Sie entstand, als der Meißner noch ein tätiger Vulkan war. Aus ihrer Öffnung ist einst Lava ausgetreten.

Heute ist sie ein Naturdenkmal. Der Name Kitzkammer leitet sich vermutlich vom Wort Kiez, alt für Käuzchen, ab. Denn Waldkäuze halten sich gerne in Höhlen wie dieser auf. Sie gilt als Geburtsort des Hohen Meißners.

Auszeichnung für Meißner: Kleine Geotope und Gesteinsvielfalt überzeugen Jury

Für die Auszeichnung vorgeschlagen wurde der Meißner vom Hessischen Landesamt für Naturschutz und Geologie. Die große Anzahl an kleineren Geotopen und die Gesteinsvielfalt haben die Jury überzeugt. 

Der Meißner ist offiziell ein Nationales Geotop – bundesweit gibt es mehr als 70. 75 Informationstafeln informieren Wanderer im Werra-Meißner-Kreis über die Besonderheiten von Geologie und Natur, auch eine Broschüre greift das Thema auf: „Geht man mit offenen Augen durch den Kreis, kann man die geologische Vielfalt kaum übersehen“, erklärt Diethard Lindner. 

Schon die Sockel der Fachwerkhäuser würden Auskunft über das in der Gegend dominierende Gestein geben.

2006 erstmals nationales Geotop ausgezeichnet - Meißner zählt nun auch dazu

2006 wurden erstmals nationale Geotope ausgezeichnet. Seit Kurzem darf sich der Meißner so nennen. Er wird künftig in einem Atemzug mit der Wasserkuppe in der Rhön, dem Altmühltal und den Inseln Helgoland und Rügen genannt. 

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Quelle: Werra-Rundschau

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