Jäger sorgen sich um ihre Jagdhelfer

Blutiges Treffen mit dem Wolf vermeiden: Das können Hunde-Besitzer tun

Vermutlich ist hier die Stölzinger Wölfin Ende März bei Schemmern (Waldkappel) in die
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Vermutlich ist hier die Stölzinger Wölfin Ende März bei Schemmern (Waldkappel) in die Fotofalle gegangen.

Hund und Wolf sind zwar genetisch miteinander verwandt, doch nicht unbedingt Freunde. Nun ist der Wolf zurück in Hessen. Der Jagdverein Hubertus gibt Tipps zum Umgang.

  • Der Wolf ist zurück in Hessen
  • Jäger fürchten um die Sicherheit ihrer Hunde
  • Jagdverein gibt Tipps, um sich auf die Begegnung von Hund und Wolf vorzubereiten

Seit der Wolf vermehrt in Hessen in Erscheinung tritt, sorgen sich Jäger, die ausgebildete Hunde führen, um die Sicherheit ihrer vierbeinigen Jagdhelfer im Wolfsgebiet.

Denn die Wölfin im Stölzinger Gebirge, einem Waldgebiet an der Grenze der Kreise Werra-Meißner, Schwalm-Eder und Hersfeld-Rotenburg, ist vermehrt durch Risse von Weidetieren in Erscheinung getreten.

Der Wolf in Hessen: Der Hund erfüllt enorm wichtige Arbeiten für den Jäger

„Unsere Jagdhunde helfen uns, das Wild aufzuspüren, und vor allem helfen sie, verletztes Wild rasch zu finden, um es vor unnötigem Schmerz und Leid zu bewahren“, erklärte der Vorsitzende des Jagdvereins Hubertus Kreis Eschwege (Hessen), Rainer Stelzner. „Unsere Hunde bügeln so manchen Fehler aus, der uns Jägern auf der Jagd unterläuft, und leisten auch nach Wildunfällen unschätzbare Hilfe.“ Dabei müssen die Jagdhunde allerdings auch allein und räumlich unabhängig von ihrem Hundeführer arbeiten.

Wobei sich laut Stelzner in der letzten Zeit Berichte mehren, bei dem ein Jagdhund von einem Wolf angegriffen wurde. Stelzner bezieht sich dabei auf Skandinavien, wo es in den vergangenen 25 Jahren zu 600 Wolfsangriffen auf Hunde gekommen sein soll.

„Fakt ist, dass die Jäger besonders im Südteil des Werra-Meißner-Kreises damit rechnen müssen, dass ihre Hunde auf der Jagd mit Wölfen zusammentreffen. Dies betrifft vor allem die Regionen um Sontra, Waldkappel und Hessisch Lichtenau bis hinüber nach Spangenberg und Bebra“, so der Vorsitzende des Jagdvereins weiter.

Der Wolf in Hessen: Glöckchen für den Jagdhund

Der Deutsche Jagdverband und der Jagdgebrauchshundverband haben ein Merkblatt für die Jagdhundearbeit im Wolfsgebiet erarbeitet.

  • Bei gemeinschaftlichen Jagden muss der Jagdleiter schon in der Einladung und zur Begrüßung darauf hinweisen, dass die Jagd in einem Wolfsgebiet stattfindet.
  • Besonders in der Paarungszeit der Wölfe (Januar bis März) sollten Hunde in einem Wolfsgebiet niemals frei laufen.
  • Während der Jagd sollten sich die Treiber zuerst durch lautes Rufen bemerkbar machen, damit die Wölfe die Möglichkeit haben, das Jagdgebiet frühzeitig zu verlassen. Daher sollten Jagdhunde auch möglichst erst eine halbe Stunde nach Jagdbeginn von der Leine gelassen werden. Dies minimiert die Gefahr eines Aufeinandertreffens von Wolf und Hund.
  • Sollte ein Wolf ein erlegtes Stück Wild bereits in Besitz genommen haben, so muss sich der Jäger mit seinem Hund vorsichtig und ruhig zurückziehen. Die Verwendung eines Glöckchens am Halsband, im jagdlichen Einsatz auch Hundeschutzwesten, könne die Gefahren eines Wolfsangriffs mindern

Der Wolf in Hessen: Auch Spaziergänger mit Hunden müssen sich auf die Begegnung vorbereiten

Das Umweltministerium Hessen rät, dass auch Spaziergänger ihren Hund im Wolfsgebiet immer angeleint lassen oder im engsten Einwirkungskreis des Hundeführers halten sollen. Die Anwesenheit eines Menschen schützt die Hunde am allerbesten vor Angriffen durch einen Wolf.

Allerdings können auch angeleinte Hunde bei Jungwölfen Interesse, Neugier und eventuell Aggression auslösen. Die Wölfe sind dann so sehr auf den Hund fixiert, dass sie den begleitenden Mensch gar nicht wahrzunehmen scheinen. In einem solchen Fall sollte man die Wölfe durch Rufen und Gestikulieren auf sich aufmerksam machen.

„Die Jagdhunde sind für die meisten Jäger ja auch geliebte Familienmitglieder, die wir vor jeder unnötigen Gefahr schützen wollen. Daher erfordert der Jagdhundeeinsatz in Wolfsgebieten besondere Vorsichtsmaßnahmen.“ (red/mel)

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