So war es: „Johannisfest ist ein Gefühl“

Die Musiker der Leuchtbergfanafaren schauen mit ihren Instrumenten aus je einem Fenster eines Fachwerkhauses in der Eschweger Innenstadt. 
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Nach Familien getrennt: Die Leuchtbergfanfaren durften zwar in diesem Jahr nicht im öffentlichen Raum musizieren, aber gefeiert haben sie das Johannisfest trotzdem. 

Ganz anders als sonst haben die Eschweger ihr Johannisfest gefeiert - aber sie haben gefeiert - mit vielen Ideen und Inspirationen. 

Eschwege. Wo sich sonst Tausende Schüler und Dietemänner und Dietefrauen aus aller Welt einfinden, glich der Eschweger Marktplatz am vorigen Samstag eher einem normalen Markttag, wenngleich auch Café´s und Eisdielen im Rahmen der Corona-Regeln gut besucht waren. Das Wetter war kaiserlich, aber Gelegenheit zum Lieblingssatz von Bürgermeister Alexander Heppe „Petrus ist ein Dietemann“) gab es in diesem besonderen Jahr nicht.

Dietemannslied aus dem Rathhaus, Bürgermeister-Rede aus dem Radio

Dafür aber das Dietemannslied aus mindestens zwei statt Tausend Kehlen vom Rathausfenster aus, für allle Eschweger im Live-Stream des Medienwerkes zu verfolgen. Und statt auf großer Bühne saß der Bürgermeister im RFM-Studio und verlas seine Johannisfest-Rede. „Tradition verbindet“, sagte Heppe. Zu sehen daran, dass trotz allem die Stadt festlich geschmückt ist und der Geist des Festes deutlich in der Luft liegt: „Wir spüren es als Dietemänner und Dietefrauen ganz tief in uns: Johannisfest ist ein Gefühl.“

Menschen feiern im engsten Kreis

Mit engen Freunden statt groß im Zelt zu feiern, den Grill für Bratwürste anzuwerfen und sich an kühlen Getränken zu laben beziehungsweise das eine oder andere Würstchen oder Bier über den Gartenzaun zu reichen, musste den Eschwegern nicht erst gesagt werden.

Schon am Freitagabend lag intensiver Grillduft über der Stadt, wenn auch nicht ganz so massiv wie an einem üblichen Freitagabend zum Johannisfest. Das setzte sich auch am Samstag fort, wo sich viele Freundeskreise und Familien bereits am Vormittag versammelt hatten, um gemeinsam pünktlich um 11 Uhr das Dietemannslied zu singen und den Tag gemeinsam zu verbringen.

Starkes verbindendes Element

„Die Menschen haben im erlaubten Rahmen doch Johannisfest gefeiert“, freut sich Heppe am Sonntag über seine Dietemännern- und frauen. „Daran kann man sehen, welch starkes, verbindendes Element dieses Datum für die Eschweger ist.“

Gut besucht war in diesem Jahr auch der Johannisfest-Gottesdienst vor der Eschweger Marktkirche, den viele nutzten, die sonst am Johannisfest-Sonntagvormittag andere Verpflichtungen haben.

Johannisfestumzug aus Hunderte Playmobilfiguren

Wer den sonntäglichen Festzug vermisste, konnte am Sonntagnachmittag noch ein ganz besonderes Spektakel auf dem Eschweger Obermarkt erleben. Dort hatte ein Playmobil-Figurensammler aus Bischhausen auf dem Rand des Schuster-Jobst-Brunnens mit vielen Hundert Playmobilfiguren einen gewaltigen Johannisfest-Umzug nachgestellt. Um 14 Uhr war die Szenerie fertig und wurde von Kindern ebenso wie von Erwachsenen ehrfürchtig bestaunt und bewundert.

Quelle: Werra-Rundschau

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