Keine gesteigerten Abgabezahlen

Kaum Neuzugänge seit Pandemiebeginn: Geringe Virus-Auswirkung auf Tierheim

Freut sich über Abwechslung: Rüde Letty ist einer der 18 Hunde, die im Eschweger Tierheim leben.
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Freut sich über Abwechslung: Rüde Letty ist einer der 18 Hunde, die im Eschweger Tierheim leben.

Die Tierschutzorganisation „Vier Pfoten“ veröffentlichte kürzlich einen Bericht, dass sich in der Einsamkeit des Lockdowns viele Menschen ein Haustier angeschafft haben.

Viele merkten dem Bericht zufolge schnell, dass sowohl die nötige Zeit als auch das Geld für den Unterhalt der Tiere fehlten: So endeten zahlreiche Tiere bald im Tierheim. Anders sieht es im Eschweger Tierheim aus. Lediglich zwei Tiere wurden zur Kurzzeitpflege in die Einrichtung gegeben.

Ihre Besitzer waren an dem Coronavirus erkrankt und konnten sich zeitweise nicht um ihre beiden Vierbeiner kümmern. Ansonsten berichtet Tierheimleiterin Gabriela Kaestner von keinen Neuzugängen seit Beginn der Corona-Pandemie.

Momentan leben im Tierheim ausgewachsene Kater und Katzen, die neugierig aus ihren Verstecken schauen, als Tierpflegerin Martina Fath an ihnen vorbeiläuft. Sieben Kätzchen, die wild geboren wurden, sind inzwischen handzahm und warten im Tierheim auf ein neues Zu hause.

Aber auch diese Vierbeiner sind entgegen aller Erwartungen keine Opfer der Corona-Krise, sondern Findelkinder, mit denen das Tierheim wie in jedem Jahr gerechnet hat.

Glück im Unglück für die Fellnasen – jetzt können die Kleinen in sicherer Umgebung aufwachsen. Die wenige Wochen alten Kätzchen machen den Kratzbaum unsicher und genießen die Streicheleinheiten der Pfleger.

Wild geboren: Sieben Kätzchen warten im Eschweger Tierheim auf neue Besitzer.

Auch die Hunde freuen sich über Besuch – so schlagen sie jedes Mal Alarm, sobald jemand das Tierheimgelände an der Thüringer Straße betritt. Die 18 großen und kleinen Hunde haben ihre Zwinger im Außenbereich. Einige von ihnen leben alleine in ihrem Gehege, manche zu zweit, wie beispielsweise die beiden Mischlinge Bolle und Bruce. „Die beiden Rüden sind besonders laut, sobald ein Mensch in Sicht ist“, erzählt Gabriela Kaestner.

Auch die Husky-Malionis-Mix-Dame Lina läuft aufgeregt umher, sobald sich ein Pfleger nähert, und freut sich über Besuch.

Eins ist auch für die Tierheimleiterin klar: „Ob mit oder ohne Corona, im Eschweger Tierheim ist immer was los.“

Von Annika Brassel

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