Unklar, ob Tier überlebt

Katze angeschossen - Projektil bleibt im Bauch stecken

In Germerode (Werra-Meißner-Kreis) wurde eine Katze angeschossen - ob sie überleben wird, ist noch unklar.
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In Germerode (Werra-Meißner-Kreis) wurde eine Katze angeschossen - ob sie überleben wird, ist noch unklar. (Symbolbild)

Kaum ertragen können Constance und Edwin Henning das Leid ihrer Katze Laila. Ein mutmaßlicher Tierhasser hat ihre geliebte, 16 Jahre alte Freigängerin angeschossen.

Germerode - Die Katze ist so schwer verletzt, dass auch Tage nach der Tat noch immer nicht klar ist, ob Laila die kommenden Wochen überleben wird.

„Es ist kaum zu ertragen, dass wir solch einen heimtückischen Bürger unter uns haben, der auf Haustiere schießt“, bekräftigt das Ehepaar aus dem Meißner-Ortsteil Germerode in einem Schreiben an unsere Zeitung. Selbstverständlich ist der Fall zur Anzeige gebracht worden; die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen. Zusätzlich suchen die Hennings die Öffentlichkeit, um Tierbesitzer zu warnen – und für Fälle wie den ihren zu sensibilisieren.

Katze Laila ist seit 16 Jahren nicht wegzudenken

Katze Laila ist seit 16 Jahren nicht wegzudenken aus dem Leben des Ehepaars. „Ein Landwirt fragte uns seinerzeit, ob wir nicht eines seiner beiden Kätzchen kaufen wollten“, erinnert sich Constance Henning. „Ich fragte, was denn mit dem anderen Katzenbaby geschehe, wenn ich mich bloß für eines entscheide – der Bauer zuckte mit den Schultern.“

Ein solches Projektil – ein sogenannter Diabolo – steckte im Bauch der Katze Laila und musste vom Tierarzt entfernt werden.

Aus Erzählungen ihres Mannes habe sie gewusst, was mit Katzenbabys auf einem Bauernhof passiere, die niemand haben möchte. „Da wir nicht entscheiden wollten, welches Tier die Chance auf ein Leben und ein liebevolles Zuhause bekommt, gehörten von nun an zwei Katzen zu uns. Beide Tiere waren in ihrem Wesen einzigartig und bezauberten uns mit ihrem Charme“, sagt die Germeröderin.

2017 schließlich musste eine der Katzen eingeschläfert werden. Ein Röntgenbild zeigte, dass sie geschlagen, getreten oder auch angefahren worden war. „Seitdem war ihre Schwester Laila allein bei uns. Sie trauerte lange, wurde aber dann viel anhänglicher als zuvor. Sie verließ unser Grundstück nur selten. Seit mein Mann nach einem langen, aktiven Arbeitsleben zu Hause ist, war Laila überall dort, wo auch er war“, so Constance Henning.

Projektil fand sich bis zum Tierarztbesuch im Bauch

In den vergangenen drei Wochen aber fraß Laila immer schlechter und schlechter. Die Sorgen der Hennings wuchsen – bis ein Besuch in einer Weidenhäuser Tierarztpraxis schreckliche Klarheit brachte.

Nicht – wie ursprünglich angenommen – ein entzündeter Zahn war ursächlich für den miserablen Zustand der Katze, sondern eine Bleivergiftung. Leila wurde angeschossen; das Projektil befand sich bis zum Tierarztbesuch in ihrem Bauch und hat sie langsam vergiftet.

„Ein Luftgewehr in die Hand zu nehmen, damit auf ein unschuldiges Tier zu schießen – das ist heimtückisch, gemein und böse“, klagen die beiden Germeröder an. „Wir sind traurig, denn es ist aktuell immer noch nicht abzusehen, ob unsere Laila diese Bleivergiftung überleben wird.“ (Emily Spanel)

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