Ein Blick in die Geschichte

Ohne sie geht nichts auf den Straßen: Straßenmeisterei Meißner wird 50 Jahre alt

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Zwei von insgesamt sechs Straßenmeistern der Straßenmeisterei Meißner: (von links) Norbert Michael (2009 bis 2012) und Sascha Salzmann (2013 bis heute).

Ohne sie geht nichts auf den Straßen: Die Straßenmeisterei Meißner wird 50 Jahre alt. 

Ohne sie geht auf unseren Straßen gar nichts. Ein jeder von uns ist auf ihre Arbeit auf und um die Fahrbahn angewiesen – jetzt, in den warmen Monaten, wenn etwa die Böschungen verkehrssicher gepflegt und Schlaglöcher ausgebessert werden müssen; im Winter, wenn auch bei widrigsten Bedingungen der Schnee beiseite geräumt und die Fahrbahndecke mit Salz und Sole eisfrei gehalten wird.

Rasiert ein allzu schneller Fahrer einen Leitpfosten, rücken sie aus und bessern den Schaden aus. Verliert ein Auto Öl, sind es oft sie, die Mitarbeiter der Straßenmeistereien, die die Ölspur mit Bindemittel und Besen zusammenkehren und dann ein Hinweisschild aufstellen.

245 Kilometer Straßennetz

Historische Aufnahme: Enorme Schneemassen früherer Winter am Meißner. 

245 Kilometer Straßennetz, von der Bundes- bis hin zur Kreisstraße, von Walburg bis Wichmannshausen, von Eschwege bis Bad Sooden-Allendorf, betreut allein das Team der Straßenmeisterei Meißner mit Sitz in Weidenhausen. „Dazu kommen aktuell noch 27 Kilometer der Autobahn 44 – eine absolute Besonderheit und zusätzliche Herausforderung“, sagt Norbert Michael, Dezernatsleiter Betrieb Osthessen bei Hessen Mobil. Eine komplette Kolonne ist abgestellt, um die vier Tunnel und vier Großbrücken des Mammut-Bauprojekts zu jeder Zeit verkehrssicher zu halten.

Ein Blick in die Geschichte zeigt: Eine Besonderheit, das war die Straßenmeisterei Meißner schon immer. Im Mai 1970, vor genau 50 Jahren, bezogen die ersten 30 Mitarbeiter die neu errichteten Gebäude. Und schon ein Jahr später, 1971, wurden die insgesamt vier Dienstwohnungen fertiggestellt. Die alte Straßenmeisterei Niederhone entsprach derweil nicht mehr den Anforderungen und war zudem dem Neubau der B 249 gewichen. In der neuen Meisterei wurde eine Zentralwerkstatt eingerichtet – Besonderheiten: die umfangreiche Ausstattung sowie die Besetzung von zwei Schlosserstellen. Unter der Aufsicht von Jochen Gondermann waren die Schlosser Hermann Müller und Rolf Holbein in der Werkstatt beschäftigt. Auszubildende konnten damals noch den Beruf des Kfz-Schlossers erlernen.

Geänderte Anforderungen an Straßenmeisterei-Gehöft 

Historische Aufnahme: die Schlosser Hermann Müller und Rolf Holbein, "Urgesteine" der Straßenmeisterei. 

„Dass sich die Anforderungen an ein Straßenmeisterei-Gehöft seit 1970 geändert haben, ist nur unschwer an den Fahrzeughallen zu erkennen“, sagt Sascha Salzmann, der 2013 als Straßenmeister auf Norbert Michael gefolgt ist. „Bei den ursprünglich großzügig geplanten Hallen bedarf es heute viel Geschicks, die Fahrzeuge darin zu platzieren.“ Auch die im Oktober 1969 errichtete Salzhalle wurde 2011 durch eine wesentlich größere ersetzt. Imposant: 2500 Tonnen Streusalz fasst die neue Halle – nur 400 waren es zuvor.

Heute sind in der Straßenmeisterei Meißner, einschließlich des Innendienstes, 24 Mitarbeiter beschäftigt. Sie alle hätten sich gefreut, ihre so wichtige Arbeit anlässlich des Jubiläums einem großen Publikum bei einem Tag der offenen Tür präsentieren zu dürfen – doch die Corona-Pandemie durchkreuzte auch diese Pläne. „Doch wie sagt man so schön: Aufgeschoben ist nicht aufgehoben“, sagten Norbert Michael und Sascha Salzmann.

Quelle: Werra-Rundschau

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