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Museumsbahn Waldkappel wird in diesem Jahr voraussichtlich nicht mehr eröffnen

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Von: Stefanie Salzmann

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Liegt wie ausgestorben in der Sommerhitze: Das zwei Kilometer lange Gleis der Museumsbahn zwischen Bischhausen und Waldkappel.
Liegt wie ausgestorben in der Sommerhitze: Das zwei Kilometer lange Gleis der Museumsbahn zwischen Bischhausen und Waldkappel. © Salzmann, Stefanie

Museumsbahn bleibt zu – Verein fühlt sich im Stich gelassen, weil bereits zugesagte Hilfe und Unterstützung nicht kam.

Bischhausen – Eigentlich sollte ab Ostern die Museumsbahn auf der stillgelegten Bahnstrecke zwischen Bischhausen und Waldkappel wieder den Betrieb aufnehmen – mit Zügen und Draisine. Doch die Gleise liegen verlassen in der Sommerhitze. Der Verein zum Erhalt von Signal- und Sicherungstechnik, der das Gelände pflegt und in viel ehrenamtlicher Arbeit zu einem einzigartigen Freilichtmuseum entwickelt, fühlt sich im Stich gelassen.

„Leider erfahren wir – personell gesehen – keinerlei Unterstütung“ beklagt der Vorsitzende Roman Sawikowsky. Wehmütig verfolgten die nur 13 Mitglieder des Vereins Berichte, wie andere Kommunen Vereine und Verbände kostenlos unterstützen. „Wir werden voraussichtlich dieses Jahr nicht mehr eröffnen“, sagt Sawikowsky. Dafür seien mehrere Gründe zu nennen.

Im Frühjahr habe man mit fest zugesagter Hilfe eines Bauhofes, ein mit Erdschlamm beeinträchtigten Streckenabschnitt beräumen wollen. Ein Bagger sei zugesagt worden, mit dem die Aktiven der Museumsbahn die durch Unwetter, entstandenen Schäden entlang der Strecke zu beseitigen. Dafür sei der Verein mit Eigenmitteln extra in Vorleistung gegangen und habe zuvor durch eine Firma auf 200 Metern Bewuchs beseitigen lassen müssen.

„Auf den Bagger warten wir heute noch“, sagt der Vorsitzende. Auch am Material scheitert es. Eine Gleisbaufirma hatte dem Verein für die Museumsbahn Gummimatten zugesagt, die der dringend benötigen für die Befahrung der Bahnübergänge und zum Wenden der Draisinen braucht. „Leider wurden dann die zugesagten Strail-Gummimatten woanders benötigt.“ Weiterhin warte der Verein immer noch auf die benötigten Ersatzteile für die derzeit noch nicht fahrtauglichen Draisinen. Wann geliefert wird, sei nicht absehbar.

Die Bahnstrecke der früheren Kanonenbahn zwischen Berlin und dem lothringischen Metz ist seit 30 stillgelegt. Neben der Draisine und einem Rottenwagen hat das Freilichtmuseum vor allem auch Fernmeldetechnik zu bieten. Längs der Gleise im Abstand von 50 Metern originalgetreu Fernmeldemasten nachbauen lassen, eine intakte Schranke gibt es auch.

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