Bindeglied zwischen Jung und Alt

Porträt: Ortwin Ludwig bewegt viel als Vorsitzender des Stadtteilbeirates Oberhone

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Arbeitseinsatz: Ortsvorsteher Ortwin Ludwig setzt sich in allen Belangen für das Wohl der Bürger von Oberhone ein.

Er ist ein Ortsvorsteher, der Parteipolitik ausklammert, die Grenzen gar im Stile eines Hochspringers überwindet, um für alle Bürger das Beste zu bewirken: Ortwin Ludwig.

Das ehrenamtliche Betätigungsfeld von Ortwin Ludwig ist weitreichend, ganz wichtig ist ihm die Pflege des Miteinanders, denn: Nur wenn der Zusammenhalt passt, an einem Strang gezogen wird, kann viel bewegt und umgesetzt werden. „Bei uns gibt es kein Parteigeplänkel, bei uns heißt es, ,wir Oberhöner’“, so der 70-Jährige.

Harald Wagner, der wie Ortwin Ludwig dem örtlichen Friedhofsausschuss angehört, bringt es zielgerichtet auf den Punkt: „Unser Dorfbürgermeister versteht es meisterhaft, Jung und Alt zu einer Einheit zu verschweißen. Die Jugend gehört mit in unser Boot. Ortwin ist das perfekte Bindeglied, Ortwin fördert den Zusammenhalt meisterhaft.“

Seit Kommunalwahl fehlt ein Abgeordneter

Dabei darf er sich eigentlich gar nicht Ortsvorsteher nennen, denn nach der letzten Kommunalwahl fehlt dem Gremium ein Abgeordneter, sodass es sich um einen sogenannten Stadtteilbeirat handelt, was aber den Vorsitzenden Ortwin Ludwig und sein Team in der Entscheidungsfindung keineswegs beeinträchtigt. Aber er geht nicht nur als „Ortsvorsteher“ vorweg, sondern gehört ohne Frage zur Kategorie der Vereinsmeier. „Wir sind ein Dorf, wir müssen immer gemeinsam aus dem Tor gehen“, so sein Leitspruch, der Gemeinsamkeit bis ins letzte Detail ausdrückt.

Der 70-Jährige ist ein echtes Oberhöner Kind, das nach der Schule die Ausbildung zum Landwirt mit Fremdjahr und Winterschule absolvierte und danach bis zum Ruhestand über 44 Jahre hinweg bei der Firma Saat und Ernte seine landwirtschaftlichen Kenntnisse einbringen konnte. Noch bevor er seine Ehefrau Ingrid, die all sein ehrenamtliches Wirken stets mitgetragen hat, 1970 zum Traualtar führte, hat er sich dem TSC Grün-Weiß (1965) und der Feuerwehr (1968) angeschlossen.

750 Jahre Oberhone im großen Stil gefeiert

„Beim Fußball war ich einige Jahre als Torwart aktiv, bin aber später nur noch dem Ruf des TSC bei Arbeitseinsätzen gefolgt. In der Feuerwehr sah das schon anders aus. Ich war immer in der Führung, sprich, an der vordersten Front tätig, davon allein zehn Jahre als Vorsitzender. Ich habe freilich auch an der Organisation der Jubiläumsfeiern zum 100-, 120- und 125-jährigen Bestehen sowie bei vielen Kirmesfesten produktiv mitgewirkt“, blickt Ortwin Ludwig in Richtung des rührigen Dorfverschönerungsvereins, „wo ich zwar nur zahlendes Mitglied bin, aber Arbeitseinsätze habe ich nie gescheut. Auch den Gesangverein habe ich als Passiver immer unterstützt.“

In seine Amtszeit als Ortsvorsteher ist 2010 die 750-Jahr-Feier von Oberhone gefallen: „Wir haben 2008 mit der Organisation praktisch ohne Geld bei Null begonnen, 2009 mit dem Erlös des Dorffestes eine finanzielle Basis für die vielen Vorhaben geschaffen und 2010 ein wunderbares Fest gefeiert“, schwärmt Ortwin Ludwig noch heute vom Miteinander. „Damals wollte, egal für welche Ausgabe auch immer, niemand Geld, im Gegenteil, es ist komplett in den großen Topf geflossen, das war wirklich einmalig.“

Oberhone im Jahr 2000: Ortwin Ludwig wird in den Ortsbeirat gewählt und nur zwei Jahre später übernimmt er von Michael Otremba das Amt des Ortsvorstehers, das er in der Gegenwart noch ausübt. Der Vater von drei Kindern und stolze Opa von acht Enkelkindern, die letzte Geburt liegt nur 40 Tage zurück, war immer ein Familienmensch, den aber auch seine große Strahlwirkung nach außen, sprich, in Richtung der Bürger auszeichnet.

„Ich pflege auch eine gute Zusammenarbeit mit den städtischen Gremien, egal, ob es um die Verwaltung oder den Baubetriebshof geht. Es ist schön zu wissen, dass unsere Arbeit dort die nötige Anerkennung findet“, sagt der CDU-Abgeordnete, der seit 2005 auch dem Stadtparlament angehört.

Stolz auf Laternen bis nach Niederhone

Wichtig ist und war ihm immer die gute Arbeit im Friedhofsausschuss: „Wir haben eine Hecke angelegt, die absolut sinnvoll ist, genau wie die Baumbepflanzung auf der Halben Hufe, zusammen mit den Bürgern und dem Kindergarten. Und ganz besonders stolz bin ich, dass wir die Installation von Straßenlaternen zwischen Oberhone und Niederhone durchgesetzt haben“, lobt Ludwig auch den Einsatz vom Kollegen der SPD, Berthold Diegel, der sich als früherer Niederhöner für die Aktion stark gemacht habe. Das sei, so Ludwig, für die Oberhöner wichtig, „denn unser Weg führt des Öfteren in die Geschäfte im Nachbarort.“

Mittlerweile betätigt sich Ortwin Ludwig auch als Reiseleiter: „Zusammen mit Helmut Asbrand, Gottfried Gölitz und dem Busunternehmen Theiß organisiere ich seit 2014 einwöchige Reisen für ehemalige Landwirtschaftsschüler. Der Bus ist jedes Jahr ausverkauft, Ziele für uns Senioren waren bereits Slowenien oder Kärnten, leider musste dieses Jahr unsere geplante Tour nach Rügen wegen Corona abgesagt werden“, bedauert Ortwin Ludwig.

Abschließend hofft der Hobby-Landwirt, der sich auch der Haltung von Schafen, Hühnern, Enten und Gänsen verschrieben hat, dass bei der Kommunalwahl 2021 Oberhone wieder einen ordnungsgemäßen Ortsbeirat stellen kann.

Quelle: Werra-Rundschau

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