Freibadsaison mit strengen Hygieneregeln

Susanne Bärmann, Vorsitzende des Freibad-Fördervereins Waldkappel, und ihr Stellvertreter Arnd Barthel zeigen die Utensilien, mit denen das vonstattengeht. 
+
Die Handgriffe an den Becken müssen regelmäßig gereinigt werden: Susanne Bärmann, Vorsitzende des Freibad-Fördervereins Waldkappel, und ihr Stellvertreter Arnd Barthel zeigen die Utensilien, mit denen das vonstattengeht. 

Ohne Vernunft geht in diesem Jahr beim Freibadbesuch nichts. Schwimmen in Runden, Abstand halten, und sich an Hygieneregeln halten. 

Hygienekonzepte, eingeschränkte Besucherzahlen, geschlossene Attraktionen: Die Freibadsaison 2020 wird im Kreis wegen der Corona-Pandemie beschwerter – das zeigt das Beispiel Waldkappel.

Waldkappel.  „Ohne Vernunft und Verständnis der Badegäste für die Vorkehrungen wegen der Corona-Krise wird in dieser Saison gar nichts gehen“, sagt Susanne Bärmann, Vorsitzende des Freibad-Fördervereins beim Ortstermin in dieser Woche in Waldkappel. Am 3. Juli soll das Bad öffnen, maximal 350 Personen dürfen sich dann gleichzeitig auf dem Gelände aufhalten.

Öffnung der Bäder ist auch eine Chance

Dass der ehrenamtliche Förderverein und seine 100 Mitglieder dennoch mit großer Vorfreude in Richtung Juli blicken, ist allen anzumerken. Seit Mitte März sei die Situation in Deutschland eingeschränkt, sagt Susanne Bärmann. „Wenn die Freibäder nun öffnen, dann ist das auch eine Chance und eine freudige Sache, um zumindest einen kleinen Schritt in Richtung Normalität zu machen – selbst mit den Einschränkungen“, sagt die Vorsitzende.

Hygienekonzepte stehen

Gut vorbereitet fühle man sich in Waldkappel auf die Saison. Bereits seit Ende Mai hätte man auf einen verspäteten Saisonstart gehofft und hingearbeitet. Die Becken sind längst gereinigt und gefüllt, das Hygienekonzept entsprechend der Vorgaben der hessischen Landesregierung steht.

Sprungtürme dürfen nicht genutzt werden

Zu diesem Plan zählen in Waldkappel unter anderem, dass die Sprungtürme nicht benutzt werden dürfen, keine Sonnenschirme verliehen werden und vor allem sehr viel gereinigt werden muss: insgesamt neun Wochen lang, viermal pro Tag. In der Stadt haben sich dafür zehn Mitglieder des Fördervereins und Freunde des Bades gefunden. Sie putzen die Sanitäranlagen und Umkleiden vor der Öffnung, zweimal während des Besucherbetriebs von 13 Uhr bis 19 Uhr und einmal nach der Schließung.

Sprungbecken wird zum Schwimmerbecken

Auch im Wasser ist vieles anders: Im Schwimmerbecken werden drei Rundkurse abgegrenzt, in denen in Einbahnstraßenregelung geschwommen wird – eine Strecke für langsame, eine für normale und eine für ambitionierte Schwimmer. Das Sprungturmbecken wird zum reinen Schwimmbecken umfunktioniert. Am Beckenrand sitzen oder stehen, mit Freunden reden wird in diesem Jahr nicht erlaubt sein.

1,5 Meter Abstand im Nichtschwimmerbecken

Gleiches gilt für Kinder im Nichtschwimmerbecken: Der Mindestabstand von 1,5 Metern muss auch hier eingehalten werden. Öffnen wollte der Förderverein unbedingt die Wasserrutsche für Kinder, was zur Folge hat, dass sich jeweils nur eine Person auf der Rutsche und der Treppe aufhalten darf. „Durch die Umsetzung der Corona-Vorkehrungen sind dem Förderverein noch einmal rund 150 zusätzliche Arbeitsstunden entstanden“, sagt Arnd Barthel, stellvertretender Vereinsvorsitzender.

Keine Schlangen bilden 

Beim Ein- und Ausgang sollten sich längere Schlangen vermeiden lassen, meint Schwimmmeister Jörg Mühlhause. Hier profitiere das Bad davon, dass es einen separaten Ein- und Ausgang gebe. 350 Chips mit Prägungen werden in einem Desinfektionsbad liegen und gegen ein zusätzliches Pfand an die Besucher beim Eintritt abgegeben. Alles, damit die Besucherzahl kontrolliert werden kann. „Wenn das Bad voll ist, wird das Drehkreuz geschlossen“, sagt Schwimmmeister Mühlhause. In diesem Sommer könne es leider auch vorkommen, dass Besucher nicht mehr ins Bad gelassen werden könnten.

Einen positiven Nebeneffekt der Öffnung nennt Susanne Bärmann noch: Die verhindere, dass Menschen in Seen und Flüssen ohne Aufsicht baden würden und sich einem höheren Risiko aussetzten.

Quelle: Werra-Rundschau

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.