Auto hat 160 Kilogramm Übergewicht

Zu schwer: Prüfbehörde legt neues Fahrzeug der Meinharder Feuerwehr still

Übergewicht: Der technische Prüfdienst hat das nagelneue Einsatzleitfahrzeug der Meinharder Wehr stillgelegt. Jetzt hat es die Gemeinde zum Hersteller zurückgebracht, damit der Abhilfe schafft.
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Übergewicht: Der technische Prüfdienst hat das nagelneue Einsatzleitfahrzeug der Meinharder Wehr stillgelegt. Jetzt hat es die Gemeinde zum Hersteller zurückgebracht, damit der Abhilfe schafft.

Stolz hat die Meinharder Feuerwehr kurz vor Weihnachten vorigen Jahres ihr nagelneues rotes Einsatzleitfahrzeug präsentiert. Jetzt urteilte der Prüfdienst: Das Auto ist zu schwer für den Einsatz.

Grebendorf - Ein Mercedes Sprinter für 120 000 Euro hatte die Gemeinde der Einsatztruppe aller Meinharder Feuerwehr besorgt. Gut ein halbes Jahr später ist das Einsatzleitfahrzeug schon wieder weg und die Meinharder Feuerwehren müssen bei Bedarf bei den Kollegen aus Nachbargemeinden borgen gehen.Der Grund: Im August tauchte der Technische Prüfdienst des Landes Hessen auf und legte das Fahrzeug bei seiner turnusmäßigen Kontrolle kurzerhand still.

Das zulässige Gesamtgewicht des Fahrzeuges war nach Einschätzung der Landesprüfer mit 160 Kilogramm überschritten – und das, obwohl der Tüv das neue Feuerwehrauto vor seiner Auslieferung nach Grebendorf im Dezember vorigen Jahres beim Hersteller in Bielefeld abgenommen hatte. Das zulässige Gesamtgewicht des Leitfahrzeuges liegt bei 3,5 Tonnen.

Fahrzeug steht in Bielefeld und wartet auf erneute Abnahme durch Prüfdienst

„Wir haben nach der Stilllegung durch den Prüfdienst im August das Auto wieder zu der Firma Wrede in Bielefeld zurückgebracht“, berichtet Meinhards Bürgermeister Gerhold Brill. Das Unternehmen hatte 2019 als günstigster Anbieter den Zuschlag für den Fahrzeugbau erhalten.

Dort war das Einsatzleitfahrzeug jetzt in Arbeit. „Wir haben vom Wagen einiges runtergenommen“, erklärt der zuständige Mitarbeiter der Firma Wrede auf Anfrage. „Unter anderem einen Kühlschrank, einen Wassertank, einen Benzintank und ein Stromaggregat.“ Jetzt habe man noch eine Gewichtsreserve von zehn Kilo. „Das Auto steht hier fertig auf dem Hof und wartet auf eine erneute Abnahme durch den Prüfdienst“, so der Wrede-Mitarbeiter.

Der Wagen sei für vier Personen á maximal 90 Kilo zugelassen. „Wir haben auf die Liste der Aufbauten nur die förderfähige Normbeladung gesetzt“, sagt Grebendorfs Feuerwehrchef Andreas Schüttemeyer. (Von Stefanie Salzmann)

Das ist ein Einsatzleitwagen (ELW)

Der laut DIN 14507 genormte Einsatzleitwagen ist das Standard-Führungsfahrzeug vieler Feuerwehren. Bei Einsätzen bis zum mittleren Umfang kann er eine Einsatzleitung beherbergen und unterstützen. In der Regel dienen Kleinbusse oder Kleintransporter als Fahrgestell, da diese mehr Arbeits- und Sitzfläche beherbergen können als ein Auto. Im Inneren befinden sich in der Regel Sitzbänke mit Tisch sowie mehrere Funkgeräte.

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