Keine Fortschritte bei Erweiterung

Um- und Neubau der Bundespolizei Eschwege stockt

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Platzt eigentlich aus allen Nähten: Der Standort der Bundespolizei auf der Rinne in Eschwege. 

Der vorgesehene Neubau und die Sanierung von Unterkunftsgebäuden im Aus- und Fortbildungszentrum der Bundespolizei in Eschwege machen nur stockend Fortschritte.

Zu dieser Erkenntnis ist Bundestagsabgeordneter Michal Roth (SPD) gekommen, der der Dienststelle jetzt einen Besuch abgestattet hat.

Für Aus- und Umbau des Standorts stehen seit Jahren Bundesmittel in Höhe von rund 17 Millionen Euro bereit, die längst nicht abgerufen sind. Es stocke weiterhin bei den erforderlichen Genehmigungen für die Pläne zur Grundsanierung des Unterkunftsgebäudes 3 sowie des neu geplanten Unterkunftsgebäudes, das Platz für weitere 100 Wohnplätze schaffen wird, hat Roth beim Gespräch mit Dienststellenleiter Dr. Alexander Hofsommer erfahren.

"Die notwendigen Verfahren beschleunigen"

„Angesichts des deutlich gewachsenen Kapazitätsbedarfs und der Einschränkungen, die die Bundespolizei schon viel zu lange hinnehmen muss, ist es höchste Zeit, dass alle beteiligten Behörden in Bund und Land die notwendigen Verfahren beschleunigen, um endlich mit dem Bauen beginnen zu können“, kommentiert Roth die aktuelle Situation.

Michael RothSPD-Bundestagsabgeordneter

Positiv: Mit Dienstantritt der neuen Anwärterinnen und Anwärter ab dem kommenden Monat werden vier neue Lehrsäle im Gebäude 24 in Betrieb genommen.

Auch über die künftige Nutzung der Alheimer Kaserne in Rotenburg/Fulda als Außenstelle des Aus- und Fortbildungszentrums der Bundespolizei Eschwege tauschte sich Roth mit Hofsommer aus. Zum 30. September endet die Verwendung der ehemaligen Kaserne als Erstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge des Landes Hessen. Ab September 2021 wird die Kaserne Außenstelle der Bundespolizei Eschwege. Sie wird über 450 Anwärterinnen und Anwärtern in der Grundausbildung sowie etwa 180 weiteren Ausbildern und Betriebspersonal eine neue berufliche Heimat bieten. „Ich habe gegenüber Bundesinnenminister Horst Seehofer deutlich gemacht, dass die neue Außenstelle nicht zu einer strukturellen Schwächung des bestehenden Standorts in Eschwege führen darf“, sagt Roth gegenüber unserer Zeitung.

Rotenburg keine Zwischenlösung

Ebenso dürfe Rotenburg keine Zwischenlösung oder gar ein Provisorium werden. „Wir brauchen Sicherheit für beide Standorte.“ In Rotenburg sollen außerdem 125 zivile Dienstposten vor Ort geplant werden. Foto: michael farkas /NH

Quelle: Werra-Rundschau

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