Porträt

Uwe Gondermann ist eine tragende Säule im Eschweger TSV

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In seinem Element: Als Handball-Abteilungsleiter beim ETSV hat Uwe Gondermann die Zuschauer häufig und gerne über die neuesten Entwicklungen informiert.

Die Vereinsarbeit hat einen Großteil seines Lebens mitbestimmt und viel Zeit in Anspruch genommen. Uwe Gondermann war beim ETSV Aktiver und Funktionär gleichermaßen.

„Es war aber eine lohnende Investition, mit der ich den Gemeinschaftsgeist sowie das sportliche und menschliche Miteinander gefördert habe“, sagt Uwe Gondermann, Abteilungsleiter der Handballer des ETSV. Der 57-Jährige liebt und lebt den Handball in all seinen Facetten, hat aber diesem Sport auch ganz viel zurückgegeben.

Aktiver Spieler

Gondermann gehört fraglos zu den tragenden Säulen im Eschweger TSV. Allem voran natürlich in der Handballabteilung, wo er dem Status einer Lichtgestalt gerecht wird. 1973 – mit zehn Jahren – begann er seine aktive Karriere und hängte sein Trikot erst 32 Jahre später – das war nach der Saison 2005 – an den berühmten Nagel. Dazwischen lagen ganz viele Erfolge. Der Schönste? „Das war 1992 der Aufstieg in die Regionalliga unter Spielertrainer Uli Faber“, denkt Uwe Gondermann an Mitspieler wie beispielsweise Matthias Müller, Jürgen Beck oder Edmund Nositschka.

Von 1995 an profitierte die zweite Mannschaft des ETSV von seiner Erfahrung. Als Spielertrainer war er ein Garant für den Aufstieg in die damalige Kreisliga, zu vergleichen mit der heutigen Bezirksoberliga. Von seiner Trainertätigkeit zogen auch viele Jugendteams ihren Nutzen und ab 2011 das Damenteam, das Uwe Gondermann in die Landesliga führte.

Funktionär

„Ich denke, dass mir mein Vater, der ebenfalls eine Leitfigur im ETSV-Handball war, seine Gene mit auf den Weg gegeben hat, denn schon 1990 wählte mich die Abteilung zum Schriftführer“, weiß er natürlich auch von vielen dunklen Stunden zu berichten: „Als wir 2001 aus der zweiten Handballbundesliga abgestiegen sind, der Vorstand seinen Rücktritt erklärte und die Spieler komplett den ETSV verlassen haben, standen wir mit der vom Verband geforderten Talfahrt hinunter in die Bezirksoberliga vor einem Scherbenhaufen“, erinnert sich Gondermann. In den folgenden zehn Jahren als Spartenleiter brachte er das ETSV-Schiff mit Rückschlägen wieder auf Kurs. Einer dieser Rückschläge: „Als 2003 der Aufstieg in die Landesliga unerfüllt blieb, haben sich die Spieler komplett dem Kreisrivalen Wanfried angeschlossen“. Der Wiederaufbau mit dem sofortigen Aufstieg in die Landesliga war 2004 für Gondermann ein verdienter Lohn. Anschließend ging es weiter aufwärts. 2010 folgte der Aufstieg in die Oberliga, alle Jugendmannschaften waren besetzt und die Frauen-Mannschaft wurde 2013 unter dem Trainer Uwe Gondermann, der von 2013 bis 2018 zusätzlich als sportlicher Leiter beim ETSV fungierte, Vizemeister in der Landesliga.

Teamplayer

Der begeisterte Skifahrer, der auch gerne läuft, schwimmt und mit dem Rad unterwegs ist sowie Mitglied bei der Feuerwehr, beim Fanfarenzug, beim Städtepartnerschaftsverein und Mitglied beim Förderverein vom Dachbodentheater in Oberhone ist, ist dankbar für die erlebte Zeit beim ETSV, als Spieler und Funktionär: „Diese Erfolgsgeschichte war aber nur möglich, weil hinter mir immer ein großes und gutes Team stand“, adressiert Uwe Gondermann viel Lob an seine Mitstreiter, die zum großen Ganzen mit beigetragen haben. Dabei vergisst er seine Ehefrau Petra nicht, „die mir bei der Jugendarbeit zur Seite stand und speziell unsere Mädchenmannschaften mittrainiert hat.“

Mr. Johannisfest

Der waschechte Dietemann, der über den Zoll und das Straßenbauamt 2004 bei der Kreisstadt Eschwege anheuerte, steht auch beruflich in hoher Verantwortung. Er ist unter anderem Organisator des Johannisfestes. Die Schwerpunkte des Fests der Dietemänner werden im Rathaus das ganze Jahr über thematisiert. Festschrift und Plakette, Symbolfiguren, Altstadtfest am Freitag, die Umzüge, das Sicherheitskonzept, der Stadtschmuck mit Maien und Eichenlaub, das Feuerwerk, die Bootsfahrt, die Johannisfestbrötchen bis hin zur Kleinen Nachtmusik sowie dem Zeltbetrieb und dem Festplatz. „Ich fühle mich sichtlich wohl im Kreis der Schausteller.“

Zwei Zirkel, so Gondermann, „müssen sich perfekt drehen“. Die oben genannten Bausteine des inneren Zirkels verlangten eine gute Teamleistung in der Verwaltung, „zum äußeren Zirkel zähle ich die Zusammenarbeit mit den Schulen, der Feuerwehr, der Polizei, dem Bauhof, dem Klärwerk, den Stadtwerken, dem DRK und letztlich mit allen Eschweger Bürgern“.

Uwe Gondermann weiß genau, was er will – so hat er 2019 den Vorsitz des Fördervereins Eschweger Handball übernommen. Da bleibt die Frage, was kommt noch, was dürfen wir vom umtriebigen Mann mit 57 Jahren noch erwarten?

Quelle: Werra-Rundschau

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