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Wie lebt es sich heute als Jude? Evangelisches Forum testet Online-Format

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Drei der Referenten: Dr. Martin Arnold (ganz links) sowie Anna und Manuel Pelz (Zweite und Dritter von links).

Das Evangelische Forum Werra-Meißner probiert neue Wege aus. Zusammen mit dem Verein „Freundinnen und Freunde des jüdischen Lebens in der Region Werra-Meißner“ lädt es am 28. Mai ab 19 Uhr zu einem Web-Seminar auf der Online-Plattform Zoom ein.

So können alle Teilnehmer in sicherem Abstand von Zuhause aus mitdiskutieren. Das Thema: „Wie lebt es sich als Jude/Jüdin in Deutschland?“.

Dazu wird ein Film gezeigt, es gibt Gesprächs- und Diskussionsrunden und einen Vortrag. Auf das virtuelle Podium sind Manuel Pelz, Mitglied der jüdischen Gemeinde Felsberg, Dr. Michael Dohrs vom Landeskirchenamt und Dr. Martin Arnold, Vorsitzender der „Freunde“, eingeladen. Wie sich das jüdische Leben in unserer Region vor dem Zweiten Weltkrieg darstellte, zeigt der Verein mit Vorträgen und seinem Lern- und Gedenkort in der ehemaligen Synagoge Abterode.

Wie leben Juden heute in der Region?

„Das ist die geschichtliche Aufarbeitung“, sagt Pfarrerin Sieglinde Repp-Jost, die das Seminar leiten wird. „Im Web-Seminar wollen wir uns fragen, wie Juden heute in der Region leben.“ Die Fragen heißen unter anderem: Wie lebt man seine jüdische Identität heute und hier im Alltag? Woher kommen die Menschen jüdischen Glaubens, die heute wieder in der Region leben? Wollen sie sich „outen“ oder lieber nicht? Es wird deshalb auch die Frage nach einem neu erstarkenden Antisemitismus gestellt und wie man damit umgehen soll.

Dr. Michael Dohrs beschäftig sich im Vortrag dann mit der Frage, wie Kirche und Theologie in der Vergangenheit mit dem Kontext der jüdischen Wurzeln im Christentum umgegangen sind, sogar versucht haben, alles Jüdische aus dem christlichen Kontext zu eliminieren – und was sich heute verändert hat. „Ich meine, die Botschaft Jesu kann man ohne den jüdischen Hintergrund gar nicht verstehen“, sagt Pfarrerin Repp-Jost. Das Seminar ist kostenlos und dauert etwa eineinhalb Stunden. Teilnehmen kann jeder Interessierte.

Anmeldung ist erforderlich 

Eine Anmeldung per E-Mail an: ev.forum-wmk@ekkw.de ist erforderlich. Anmeldeschluss ist der heutige Montag, 25. Mai. Den Teilnehmern wird anschließend ein Link mit den Zugangsdaten zugesandt. Diese benötigen einen PC oder Laptop mit Kamera und Mikrofon. „Haben Sie keine Angst vor der Technik, sie ist auch für technisch weniger versierte Menschen nicht schwierig“, verspricht Pfarrerin Sieglinde Repp-Jost.

Quelle: Werra-Rundschau

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