„Ein belastbares Netzwerk“

Wirtschaftsjunioren im Werra-Meißner-Kreis wollen neue Macher werben

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Besuch bei der Firma Gastrock in Wahlhausen: Die Wirtschaftsjunioren besichtigen den Betrieb. (Von links) Christian Albert, Tanja Sobotta und Peter Gastrock, der das Unternehmen in der sechsten Generation führt.

Die Wirtschaftsjunioren im Werra-Meißner-Kreis verstehen sich als „Mitmachorganisation“, so zumindest benennt sie Geschäftsführer Dr. Michael Ludwig. Aber ähnlich wie viele Vereine plagen die Junioren Nachwuchssorgen. 

Und das, obwohl es die Organisation seit fast 40 Jahren im Landkreis gibt und das Thema Netzwerk gerade für junge Unternehmer aktueller denn je ist.

„Wir sind an der Stufe, die Wirtschaftsjunioren öffentlich wahrnehmbarer zu machen und transparenter zu werden“, so Ludwig. Ein Schritt dahin ist eine Werbekampagne – eine Postkarte mit dem Slogan „Wir planen, wir bewegen, wir suchen dich“. Diese wird nun an alle Existenzgründer verschickt, und auch die Mitglieder der Wirtschaftsjunioren haben Infomaterial und sind gefordert, geeignete Kandidaten für die Organisation zu begeistern. Wie wichtig der Nachwuchs ist, zeige sich vor allem an den Projekten, die die Wirtschaftsjunioren für ihre Mitglieder anbieten, so Verena Rudolph, die die Organisation bereits seit den 1990er-Jahren im Kreis betreut. „Dafür brauchen wir Manpower und persönliches Engagement“.

Treffen und Veranstaltungen zum "Schnuppern" 

„Wir verfügen über ein belastbares Netzwerk, das sich klar wirtschaftlich orientiert“, sagt der 32-jährige Marcus Müller, Sprecher der Wirtschaftsjunioren im Kreis und Abteilungsleiter bei der VR-Bank Mitte. Daher lädt Müller junge Unternehmer, Gründer und Führungskräfte ein, zunächst einfach an Treffen und Veranstaltungen teilzunehmen, um zu „schnuppern“. Meist entwickele sich bei Veranstaltungen ein interessantes Brainstorming zwischen zum Teil drei Generationen an Unternehmern. Fragen und Themen gebe es viele, die die Unternehmer beschäftigten. „Wir finden immer Antworten – wenn nicht im Kreis, dann darüber hinaus“, so Müller. „Kontakte sind wichtig – bei aller digitalen Vernetzung hat das Persönliche seinen Wert“, ergänzt Ludwig, der auch das IHK-Servicezentrum für den Werra-Meißner-Kreis leitet. Zu den Angeboten der Wirtschaftsjunioren im Kreis gehören neben Fortbildungsprogrammen, der Teilnahme an überregionalen Konferenzen, Workshops und Schulungen für Führungskräfte auch das Kennenlernen von Unternehmen in der Region. Regelmäßige Firmenbesichtigungen stehen fest auf dem Programm, aber auch Themen wie die Firmennachfolge.

Herzensangelegenheit: Projekt „Schulen für Ruanda“

Die Wirtschaftsjunioren beschäftigen sich nicht nur mit sich selbst. Eine Herzensangelegenheit sei das Projekt „Schulen für Ruanda“. „Dafür wollen wir werben und Mittel sammeln“, sagt Müller.

Quelle: Werra-Rundschau

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