Betrugsmaschen

Betrüger scheitern: Senioren lassen sich von Maschen nicht beeindrucken

Eine ältere Frau telefoniert mit einem schnurlosen Festnetztelefon.
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Senioren des Werra-Meißner-Kreises lassen sich von Betrugsmaschen nicht beeindrucken.

Betrüger scheitern erneut im Werra-Meißner-Kreis: Ein falsches Inkassoschreiben und ein falsches Gewinnversprechen konnten die Senioren nicht beeindrucken.

Herleshausen/Meinhard – Die Polizeidirektion Werra-Meißner ermittelt derzeit hinsichtlich zweier Betrugsversuche in Herleshausen und Meinhard, die am Dienstag bei den Beamten zur Anzeige gebracht wurden. In beiden Fällen sind die Betrüger gescheitert.

Das falsche Inkassoschreiben

In Herleshausen haben Betrüger bereits am vergangenen Freitag versucht, eine 82-jährige Seniorin mit einem falschen Inkassoschreiben zu verunsichern und damit hinters Licht zu führen. Demnach sollte die Frau für einen angeblichen Dienstleistungsvertrag einen Betrag von rund 540 Euro zahlen. Tatsächlich war ein derartiger Vertrag nie zustande gekommen, sodass es sich um ein betrügerisches Schreiben handelte, in welchem die Opfer zur Zahlung des Geldbetrages entsprechend unter Druck gesetzt werden sollen.

Das falsche Gewinnversprechen

Ein Gewinn in Höhe von 37 900 Euro wurde einem 78-Jährigen aus Meinhard am Montag versprochen. Wie die Polizei schildert, erhielt der Mann per Telefon die Benachrichtigung, dass er diesen hohen Geldbetrag gewonnen habe. Wie bei dieser Masche üblich, wollte der unbekannte Anrufer den Senior dazu überreden, zur Anforderung seines Gewinns und zur Bezahlung eines Geldkuriers 900 Euro in Form von Google-Gutscheinen zu entrichten.

Tipps von der Polizei gegen Betrüger

  • Gehen Sie nicht auf Geldforderungen ein, die Sie nicht zuordnen können.
  • Prüfen Sie den Inhalt von Inkassoschreiben oder Zahlungsaufforderungen.
  • Inkasso-Büros mit Sitz in Deutschland verwenden eine nachvollziehbare Bankverbindung im Inland; Vorsicht bei einer ausländischen Bankverbindung.
  • Überprüfen Sie, ob Sie die Dienstleistungen, für die Sie bezahlen sollen, überhaupt in beansprucht haben.
  • Halten Sie bei finanziellen Forderungen bei Familienangehörigen Rücksprache.
  • Informieren Sie die Polizei, wenn Ihnen ein Schreiben verdächtig vorkommt.
  • Geben Sie niemals auf Anweisung Geld oder für Gutscheinkarten aus, um danach einen Gewinn zu erhalten.
  • Rufen Sie keine kostenpflichtigen Nummern an, um einen Gewinn anzufordern.
  • Überlegen Sie, ob Sie an Gewinnspielen teilgenommen haben. Wer nicht teilnimmt, kann auch nicht gewinnen.
  • Fragen Sie den Anrufer nach Name, Adresse und Telefonnummer

Weitere Tipps - auch zu anderen Betrugsmaschen wie den Enkeltrick oder Vollmachtsmissbrauch - gibt es online unter: polizei-beratung.de/

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