An der A 4 bei Herleshausen wird bis 2014 eine neue Autobahnraststätte errichtet

Werratal wird Rastplatz

Die A 4 bei Herleshausen: An dieser Stelle entsteht ab Herbst die Autobahnraststätte „Werratal“, eine der größten Hessens. Foto: Greim/wr

Herleshausen. Bei der Abfahrt Herleshausen ensteht an der A 4 nach dem Sommer eine der größten Autobahnraststätten Hessens: Auf 11,5 Hektar sollen eine Tankstelle und ein Restaurant sowie 228 Parkplätze entstehen. Die Fläche für ein Motel, das dort ebenfalls gebaut werden könnte, wird vorgehalten. „Die Planungen stehen, die Ausschreibungen für den ersten Bauabschnitt sind veröffentlicht“, sagt Anita Feder-Krantz, bei Hessen Mobil (dem früheren Straßenverkehrsamt) zuständig für die Planung der Anlage.

Einen Namen gibt es auch schon: „Werratal“ soll die neue Raststätte heißen. Sie liegt südlich der Autobahn und ist lediglich für Autofahrer, die Richtung Eisenach/Erfurt fahren, zu benutzen. „Wir haben uns gegen eine Doppelraststätte entschieden, weil Autofahrer, die in Ost-West-Richtung unterwegs sind, die Raststätte Eisenach anfahren können, die nur ein paar Kilometer weit weg liegt“, sagt Frau Feder-Krantz. Mit der neuen Raststätte werde eine große Lücke in West-Ost-Richtung geschlossen. Zwischen dem Kirchheimer Dreieck und kurz vor Weimar gebe es nichts, was direkt angefahren werden könnte.

Auf 6,3 Millionen Euro wird der Bau der Anlage veranschlagt. In dieser Summe sind die Gebäude nicht berücksichtigt. „Die muss der Betreiber errichten, und der steht noch nicht fest“, so Frau Feder-Krantz. Dies müsse noch einmal gesondert ausgeschrieben werden.

Demnächst soll damit begonnen werden, die Fläche einzuebnen. Ab Herbst, auf jeden Fall vor der nächsten Frostperiode, sollen dann die Abfahrt zur Raststätte sowie die gut einen halben Kilometer lange, parallel zur Autobahn verlaufende Straße, eine so genannte Verteilerbahn, gebaut werden. Die Anlage selbst wird im kommenden Frühjahr in Angriff genommen. Die Arbeiten dafür müssen noch EU-weit ausgeschrieben werden und sollen, was Straßen, Parkplätze und Erschließung betrifft, im Jahr 2014 abgeschlossen sein.

Selbst wenn bis zu diesem Zeitpunkt noch keine Betreiber für die Tankstelle und das Restaurant gefunden sein sollten, wird das Areal für den Verkehr freigegeben. „In Deutschland gibt es derzeit einen großen Mangel an Lkw-Parkplätzen“, sagt Raststättenplanerin Feder-Krantz. Deshalb werde der 80 Stellflächen umfassende Lkw-Parkplatz so schnell wie möglich eröffnet. Voraussetzung sei allerdings, dass es - wenigstens provisorisch eingerichtete - sanitäre Anlagen gebe, um die Zeit bis zur Eröffnung der Raststätte zu überbrücken.

Bei Herleshausen gab es bis zum Jahr 2005 schon einmal eine Autobahnraststätte. Sie wurde jedoch im Zuge des sechsspurigen Ausbaus der A 4 abgerissen. (wr)

Von Dieter Salzmann

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