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Wichtelbrunnen Reichensachsen: Saisonstart verschiebt sich

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Von: Emily Spanel

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Tiefe Furchen: Ein Wanderer versucht, den P19 am Spitzenberg zu begehen.
Tiefe Furchen: Ein Wanderer versucht, den P19 am Spitzenberg zu begehen. © Heiko Heckmann

„Die Schäden, die durch den Harvestereinsatz auf dem Spitzenberg entstanden sind, gehen weit über die Zerstörung des Wurzelweges hinaus“ – auf diese Feststellung legt Bernd Eisenberg, Vorsitzender des Werratalvereins Reichensachsen, wert.

Reichensachsen - Selbst die Wanderwarte des Vereins könnten die Verläufe des Wanderwegs 25, der von Eschwege zum Hohen Meißner führt, des Premiumwanderwegs 19 (Datterode) sowie alle sonst um den Wichtelbrunnen angelegten Rundwege aktuell nicht mehr erkennen. „Die Markierungen sind mit den Bäumen abgeholzt worden; sogar die Schilder sind verschwunden. Wahrscheinlich sind sie unter einer dicken Schlammschicht begraben“, sagt Bernd Eisenberg resigniert.

Die Zufahrtswege, welche auch als Rettungswege dienen, seien aktuell nicht befahrbar, sodass ein Öffnen des Wichtelbrunnens für Wanderer derzeit unmöglich ist. Eigentlich hätte der Verein hier am 6. März in die neue Saison starten sollen. Das ist nun auf unbestimmte Zeit verschoben.

Kosten trägt die Allgemeinheit

„Hätte man im Vorfeld miteinander gesprochen, wäre die Zerstörung der Wanderwege vermeidbar gewesen“, glaubt der Vereinsvorsitzende. „Man hätte einfach fünf Meter weiter nach rechts oder links ausweichen können, anstatt die Wege in Gänze umzupflügen.“

Die Kosten für die Wiederherstellung der Wege habe nun die Allgemeinheit zu tragen. Dass es danach wieder aussehe wie vor dem Harvestereinsatz, glaubt Bernd Eisenberg nicht: „Dafür ist einfach viel zu viel Wald in Mitleidenschaft gezogen worden.“

Anmerkung: Die beauftragte Firma hat zum 1. März mit der Wiederherstellung begonnen.

Von Emily Hartmann

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