Demokratiegespräch-Reihe

Wie Kommunalwahl funktioniert: Jugendorganisation der Parteien stellen sich vor

Stellten ihre politischen Ziele vor und erklärten, wie die Kommunalwahl funktioniert: Die Jugendorganisationen der Parteien SPD, CDU, Grüne und FDP. SCREENSHOT: KRISTIN WEBER
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Stellten ihre politischen Ziele vor und erklärten, wie die Kommunalwahl funktioniert: Die Jugendorganisationen der Parteien SPD, CDU, Grüne und FDP.

Die Jugendorganisationen von SPD, CDU, Grüne und FDP im Kreis haben mehr gemeinsam als man denkt: Schule, Digitalisierung, Mobilität, Infrastruktur, Umwelt sind Themen, die alle beschäftigen.

Werra-Meißner - Auf dem Infoabend „Kommunalwahl verstehen“ präsentierten sich die jungen Politiker den Neuwählern und Neuwählerinnen aus den nordhessischen Landkreisen und stellten sich ihren Fragen. Die Online-Konferenz richtete die Fach- und Beratungsstelle zur Demokratieförderung und Extremismusprävention (Dext) im Werra-Meißner-Kreis aus. Sie war zudem Bestandteil der Veranstaltungsreihe „Demokratiegespräche in Nordhessen“, die von den vier nordhessischen Dext-Fachstellen der Landkreise Kassel, Werra-Meißner, Schwalm-Eder und Waldeck-Frankenberg organisiert wird.

Der Info-Abend sollte den jungen Wählern helfen, zu verstehen, welche Gremien auf kommunaler Ebene die Politik bestimmen, wer in ihnen sitzt und welche Kompetenzen sie haben. René Petzold von den Jusos und Lukas Honemann von der Jungen Union erklärten, was Stadtverordnetenversammlungen sind und was Magistrate oder Ortsbeiräte tun, wer im Kreisausschuss sitzt und von wem dieser gewählt wird. „Warum gibt es so viele Gremien?“, fragte Lukas Honemann und antwortete selbst: „Damit das oberste Gebot gewährleistet ist, die gegenseitige Kontrolle.“

René Petzold führte ein kleines Quiz per App durch, sodass die Teilnehmer das eben Gelernte überprüfen konnten.

Christoph Sippel von der Grünen-Jugend erklärte den jungen Wählern, wie ein Wahlzettel aussieht und wie das Wählen funktioniert. Auf Kreisebene stellte Kosta Panou die Ziele der Jusos in der aktuellen Kommunalwahl vor, Niklas Gries die der Jungen Union, Jorias Bach den Nachwuchs der FDP und Jakob Mayer vertrat die Grünen.

Schnell wurde deutlich, dass ihre Agenden mehr Schnittmengen als Unterschiede haben. Sie alle wünschen sich, dass die Schulen möglichst schnell modern ausgestattet werden und dass die Infrastruktur erweitert wird.

Das gilt nicht nur für die Mobilität im Kreis, auch die digitale Infrastruktur sollte ihrer Meinung nach verbessert werden. „Wir haben im Kreis einige Milchkannen, die noch mit schnellem Internet ausgestattet werden sollten“, sagte Jorias Bach.

Kosta Panou wünschte sich mit den Jusos ein kostenloses Schülerticket für alle. Der Jungen Union ist auch eine funktionierende Arbeitswelt 4.0 wichtig – aber ebenso Natur und Umwelt. Dieses Kernthema haben die Grünen, die den Kreis unter anderem als Öko-Modellregion weiterentwickeln möchten, aber sie stimmen mit ihren Kollegen bei den anderen Themen überein. „Wir haben gezeigt, dass wir gut zusammenarbeiten können“, sagte Jakob Mayer und gab zu, dass die Jugendorganisationen hier eine bessere Chance haben, etwas gemeinsam zu bewegen, als die ältere Polit-Generation.

„Das liegt auch daran, dass wir aus unserer Lebenssituation heraus alle sehr ähnliche Erfahrungen gemacht haben“, sagte Kosta Panou.

„Wir haben die Schule gerade erst verlassen, sind teilweise in die gleiche Klasse gegangen. Die Schnittmengen zwischen uns sind da, und wir können so als Vorbilder vorangehen.“ (Kristin Weber)

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