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Wicker-Gruppe investiert fünf Millionen Euro in neue Räume für Reha-Klinik

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Von: Christoph Cortis

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Zimmer zum Wohlfühlen: der Geschäftsführer der Wicker-Gruppe, Christopher Leeser (von links), Chefarzt Dr. Volker Stück, Kommunikationsreferentin Anna Marit Gary und Chefarzt Dr. Carsten Schröter.
Zimmer zum Wohlfühlen: der Geschäftsführer der Wicker-Gruppe, Christopher Leeser (von links), Chefarzt Dr. Volker Stück, Kommunikationsreferentin Anna Marit Gary und Chefarzt Dr. Carsten Schröter. © Chris Cortis

Dritter Anbau an Klinik bietet Platz für 15 Zimmer mit behaglicher Atmosphäre.

Bad Sooden-Allendorf – „Unsere Patienten sollen sich nicht wie in einer Klinik, sondern wie in einem Hotel fühlen.“ Mit diesen Worten beschreibt Christopher Leeser den selbst gestellten Anspruch an einen dritten Anbau an die Rehabilitationsklinik Hoher Meißner in Bad Sooden-Allendorf. Zusammen mit seiner ein Jahr älteren Schwester Anna-Carina Jungermann leitet der 33-Jährige seit gut 15 Monaten die Geschicke der Wicker-Gruppe (Bad Wildungen), nachdem ihr Großvater und Firmengründer Werner Wicker im Juli 2020 verstorben ist.

„Heilende Räume“ heißt das Zauberwort. Es hebt ab auf den einzigartigen Charakter, der insgesamt 15 Zimmer, die nicht nur eine behagliche Atmosphäre ausstrahlen, sondern auch mit außergewöhnlichem Komfort ausgestattet sind: Kippbare Spiegel, ein Waschbecken, das sich wie das Bett in der Höhe verstellen lässt, Garderobenstangen, die auf Knopfdruck ausgefahren werden, eine Toilette, die je nach Bedarf elektrisch hoch- und runter gefahren werden kann und ohne Klopapier auskommt, weil das Gesäß des Benutzers wie von einem Hochdruckreiniger abgespült und mit einem integrierten Föhn getrocknet wird, sind nur einige Elemente, die, wie Leeser sagt, „für die Psyche des Patienten ganz wichtig“ seien. „Er kommt selbst ohne fremde Hilfe zurecht.“

Bodentiefe Fenster mit schneeweißen Gardinen, halbhohe und austauschbare Wandpaneele in warmer Holzoptik, indirekte Beleuchtung mit einem umlaufenden LED-Band unter der Decke, dezente Farbgestaltung, ein Flachbildschirm an der Wand und als Farbtupfer ein sommerliches Fotomotiv haben nichts gemein mit sterilen Patientenzimmern, wie man sie aus dem Krankenhaus kennt.

Das Gestaltungskonzept nach schwedischem Muster entwickelt hat die Innendesignerin Miriam Kleyer (Wolfhagen), mit der Leeser weitere Projekte in Angriff nehmen möchte.

Insgesamt hat die Wicker-Gruppe in den Anbau, einen neuen Lift und andere Arbeiten fünf Millionen Euro investiert. Aktuell hält die Rehaklinik mit Zulauf von Patienten aus ganz Deutschland 270 Betten vor, etwa zu gleichen Teilen in den Abteilungen Neurologie und Orthopädie. Angeschlossen ist ferner eine Station für Contergangeschädigte.

Etwa 240 Beschäftigte finden dort Arbeit und Brot. Mittel- und langfristig erwarten die Chefärzte Dr. Carsten Schröter (Neurologie) und Dr. Volker Stück (Orthopädie) noch mehr Patienten mit Handicap, was dann nach Angaben Leesers auch eine Aufstockung des Personals zur Folge haben werde. (Christoph Cortis)

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