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Auch Sturmtief Antonia verursacht Schäden im Werra-Meißner-Kreis

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Von: Emily Spanel, Stefan Forbert, Jacob von Sass von Sass

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Geborstene Stämme allerorten: Auf den Spazierweg am Cyriakusbach in Eschwege krachte am Wochenende ein Baum. Er zerstörte auch eine Bank.
Geborstene Stämme allerorten: Auf den Spazierweg am Cyriakusbach in Eschwege krachte am Wochenende ein Baum. Er zerstörte auch eine Bank. © Stefan Forbert

Nach stürmischen Tagen kehrt langsam wieder Ruhe ein. Hier gibt‘s die Bilanz vom Sonntag und Montag zu lesen.

Werra-Meißner – Umgestürzte Bäume auf den Straßen, herunterfallende Dachziegel und zerstörte Oberleitungen über den Zugstrecken – das ist in den letzten Tagen Normalität im Werra-Meißner-Kreis, sowie fast im ganzen Rest von Deutschland. Die Sturmtiefs Ylenia, Zeynep und Antonia fegten innerhalb von nicht einmal einer Woche über den Kreis hinweg und hinterließen einige Schäden. Auch am Sonntag und in der Nacht zum Montag mussten Feuerwehr, Polizei und Straßenmeisterei immer wieder zu Einsätzen ausrücken.

Schon am Sonntagmittag gegen 14 Uhr wurde eine Behinderung auf der Landstraße nahe Waldkappel gemeldet. Hier fand die Polizei eine Baumkrone auf der Fahrbahn vor. Diese beseitigte die zuständige Straßenmeisterei.

Um 23 Uhr wurde die Polizei dann auf einen umgestürzten Baum auf der Straße zwischen Bad Sooden-Allendorf und Kammerbach aufmerksam gemacht. Hier mussten sie in Zusammenarbeit mit der Feuerwehr und der Straßenmeisterei den Baum von der Fahrbahn entfernen.

„Die Einsatzdichte für die Polizei war am Sonntag und in der Nacht zu Montag wieder auf einem ähnlich hohen Niveau, wie die Nächte davor“, berichtet Polizeisprecher Alexander Först. Dennoch habe die Polizei die Einsätze im Rahmen des normalen Dienstes abdecken können. „Es mussten keine zusätzlichen Einsatzkräfte angefordert werden“, so Först.

Zu einem Oberleitungsschaden kam es am Montag gegen 2.45 Uhr nahe Wehretal-Hoheneiche. Hier war ein Baum auf die Oberleitung der Bahnverbindung gekippt. Dadurch riss die Leitung und fiel herunter, sodass es im Bereich der Schienen leicht brannte.

Der Bahnverkehr auf dem Streckenabschnitt musste infolgedessen eingestellt und ein Busnotverkehr zwischen Sontra und Eschwege eingerichtet werden. Die Reparatur dauerte laut Polizei bis Montagnachmittag an. „Auch für die Feuerwehr ist ein Oberleitungsschaden etwas besonderes, solange die Leitung nicht geerdet ist“, sagt Kreisbrandinspektor Christian Sasse.

Auch die Lossetalbahn konnte ein paar Stunden lang nicht zwischen Helsa und Hessisch Lichtenau fahren. Grund war nach Auskunft von Pressesprecherin Heidi Hamdad von der Kasseler Verkehrs- und Versorgungs-GmbH ein Baum, der am Bahnhof Eschenstruth auf die Oberleitung zu fallen drohte. Bis 11.30 Uhr erhielt ein Bus den Verkehr aufrecht.

Repariert ist mittlerweile die Oberleitung der Bahnstrecke zwischen Witzenhausen und Hedemünden, die am Donnerstagmorgen von einen umstürzenden Baum nahe Gertenbach abgerissen worden war.

Wie im Werra-Meißner-Kreis kam es auch in den anderen hessischen Regionen zu mehr oder minder schweren Beeinträchtigungen des Verkehrs auf Schiene und Straße durch die Sturmtiefs.

Die Straßenmeisterei Witzenhausen musste sogar in der Nacht zum Montag um 4 Uhr ausrücken, um einen umgestürzten Baum auf der Friedrichsbrücker Straße zwischen Rommerode und Friedrichsbrück zu sichern. Die Straßenmeisterei sperrte den Bereich ab und beseitigte den Baum am Montagmorgen. Auch auf der Landstraße nahe der Angelteiche in Blickershausen musste die Straßenmeisterei Witzenhausen einen umgestürzten Baum aus einer Kurve entfernen.

Für die Feuerwehr sei die Nacht allerdings ruhiger verlaufen, als die Nächte davor. „Insgesamt mussten wir zu 8 Einsätzen ausrücken. In der letzten Woche waren es von Mittwoch auf Donnerstag 35 und von Freitag auf Samstag 22 Einsätze“, berichtet Sasse.

Aus Meinhard wurde gemeldet, dass die starken Böen die Außenfassade eines Hauses der Gemeinde zum Teil abgerissen hat.

Insgesamt verliefen alle Einsätze im Werra-Meißner-Kreis laut Polizei glimpflich und ohne Verletzte. (Jakob von Sass, Stefan Forbert, Emily Hartmann)

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