FDP will mit Feldmann durchstarten

Blau-gebles Quartett: Von links Rold-Dieter Feldmann, Sebastian Fischer, Jürgen Vogelei, Benmamin Lampe.

Witzenhausen. Mit schlappen 3,7 Prozent watschten die Wähler vor fünf Jahren die Liberalen ab. Gegenüber 2001 verlor die FDP bei der Wahl der Stadtverordnetenversammlung noch einmal zwei Prozent.

Jetzt wollen die Blaugelben einen Neuanfang wagen. Sie setzen bei ihrer am Wochenende vorgestellten neunköpfigen Kandidatenliste auf vertraute Gesichter, aber auch auf junge Neueinsteiger.

Der frühere FDP-Stadtverordnete und Unternehmer Rolf Dieter Feldmann tritt auf Platz 1 an, es folgt der Student Benjamin Lampe aus Hundelshausen. Auf Platz 3 steht der langjährige Rathaus-Politiker Jürgen Vogelei, zeitweise sogar Erster Stadtrat. Er gehört dem Kreistag an.

Erklärtes Ziel ist es, den Stimmanteil zu steigern und wieder auf die früher angestammten zwei Sitze zu kommen. In der zu Ende gehenden Legislaturperiode war der einzige FDP-Stadtverordnete kaum wahrzunehmen. Das soll nach dem 27. März anders werden. Ortsvorsitzender Feldmann, 2005 Bürgermeister-Kandidat, will es noch einmal wissen.

Die Sanierung der angeschlagenen Stadtfinanzen steht für die Liberalen an erster Stelle. Allerdings werde ein ausgeglichener Etat aus eigener Kraft so schnell nicht zu erreichen sein. Witzenhausen benötige neue Arbeitsplätze in zukunftsweisenden Branchen und Technologien, damit junge Leute nicht in die Ballungszentren abwandern. Ziel müsse sie Ansiedlung moderner Betriebe und Dienstleister sein. Dabei komme dem Ausbau Witzenhausen als Logistikstandort in unmittelbarer Nähe zu den Autobahnen große Bedeutung zu. Vielversprechend seien aber auch Technologiezentren mit wissenschaftlichem Hintergrund, wie das Beispiel Witzenhausen-Institut zeige.

Die FDP tritt, wie die Kandidaten Feldmann, Vogelei und Lampe bei einem Redaktionsgespräch deutlich machten, für eine Neuordnung der Verkehrsströme ein. Dazu gehöre der Bau der seit Jahrzehnten diskutierten zweiten Werrabrücke. Sie favorisiert eine Trasse, die sich an der alten Bahnlinie zwischen Unterrieden, Südbahnhof und Gewerbegebiet im Gelstertal orientiert. Die zweite Brücke müsse ortsnah sein. Durch einen Anknüpfungspunkt am Scheelen Esel könne der Schwerverkehr an Wendershausen vorbei geführt und von Süden und Norden kommende Verkehrsströme von der A 8 über die Ausfahrt Drammetal auf die B 27 zum angedachten Knotenpunkt Richtung Geldtertal geführt werden. Optional müsse die neue B 451 bis ins Industriegebiet weiterführt werden.

Zur aktuellen Diskussion um den Hochwasserschutz stellt die FDP fest, dass die Schwachpunkte im Bereich der Deiche in Höhe Stadtwerke seit 2003 bekannt sein. Hier müsse man ansetzen, sollen bei künftigen Überschwemmungen nicht die Lichter ausgehen. (wke)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.