Landesämter prognostizieren fallende Pegelstände

Hochwassergefahr an der Werra ist vorerst gebannt

Nicht außergewöhnlich: Die Werra wie hier am Wehr bei Eschwege führt derzeit zwar viel Wasser, Überflutungsgefahr droht aber erst mal nicht.
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Nicht außergewöhnlich: Die Werra wie hier am Wehr bei Eschwege führt derzeit zwar viel Wasser, Überflutungsgefahr droht aber erst mal nicht.

Vielerorts sieht die Werra aus, als würde sie in Kürze über die Ufer treten. Doch die Pegelstände des Flusses sind vorerst überall unter den Meldestufen und damit im grünen Bereich.

Eschwege – Das heißt, dass der Wert für die Meldestufe eins in Hessen, aber vor allem auch in Thüringen, wo die Werra entspringt, unterschritten sind. Für die nächsten Tage prognostiziert die Hochwassernachrichtenzentrale des Thüringer Landesamtes für Umwelt, Bergbau und Naturschutz sogar fallende Pegel für die Werra.

Das bestätigt auch Ralf Herrmann, technischer Leiter der Stadtwerke Eschwege. „Wir erwarten definitiv gar nichts“, sagt er. Vonseiten der Stadtwerke werden die Pegelstände an verschiedenen Messpunkten der Werra, unter anderem in Heldra und dem thüringischen Frankenroda, über die jeweiligen Landesämter beziehungsweise Apps mindestens einmal täglich, manchmal mehrmals, abgerufen.

So ist die Lage in Thüringen

Als Grund für die in den vergangenen Tagen sichtlich ansteigende Werra nannte Herrmann starke Niederschläge im Thüringer Wald. In Frankenroda hatte der Pegelstand am gestrigen Montag bei 2,02 Metern über dem Pegelnullpunkt gelegen, der Durchfluss lag bei 95,8 Kubikmeter je Sekunde (der jährliche Durchfluss liegt dort durchschnittlich bei 40,2 Kubikmeter /Sekunde).

So ist die Lage in Hessen

Das Hessische Landesamt für Natur, Umwelt und Geologie (HLNUG) meldet für den Messpunkt Heldra am Montag einen Stand von zirka 2,80 Metern mit deutlich fallender Tendenz. Um den 5. Januar dieses Jahres herum allerdings waren die Werte um einiges höher. Heldra lag da bei einem Wert von 2,35 Metern, im thüringischen Frankenroda stand der Pegel bei zirka 2,65 Meter.

Das bedeuten die einzelnen Meldestufen

Der Grenzwert für die Meldestufe eins liegt bei 300 Zentimetern. Das bedeutet erhöhte Aufmerksamkeit, wenn der Wasserpegel etwa in Heldra die Marke 3,8 Meter und in Bad Sooden-Allendorf 3,1 Meter über dem Meeresspiegel übersteigt (die Pegelnullpunkte liegen höher) als der Meeresspiegel). Bei Eintreten dieses Falls sind bereits stellenweise Ausuferungen zu beobachten, wie es auf der Webseite des Hochwasserportals des Landes Hessen heißt. Zum Beispiel auf Wiesen und Feldern.

Die Meldestufe zwei gilt ab einem Pegelstand von vier Metern in Heldra und 3,8 Metern in Allendorf. Hier geht das Land von einem größeren Hochwasser aus, die Überflutung ufernaher Grundstücke ist möglich, Keller können zulaufen und Wasser auf den Straßen kann zu Verkehrsbehinderungen führen. Ab diesem Meldestand sind auch die Feuerwehren im Einsatz.

Die Meldestufe drei umfasst das Szenario eines „außergewöhnlichen Hochwassers“ ab einem Pegelstand von 4,3 Metern in Heldra und 4,2 Metern in Bad Sooden-Allendorf. Dann können bebaute Gebiete in größerem Umfang überflutet werden. (Stefanie Salzmann)

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