Wird Spritzenhaus verkauft?

Laudenbacher Ortsbeirat diskutiert altes Feuerwehrhaus

Das alte Spritzenhaus an der Sälzerstraße in Laudenbach will der Ortsbeirat weiterhin als Lagerraum für Vereine nutzen.
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Das alte Spritzenhaus an der Sälzerstraße in Laudenbach will der Ortsbeirat weiterhin als Lagerraum für Vereine nutzen.

Das alte Spritzenhaus an der Sälzerstraße in Laudenbach will die Stadt verkaufen. Doch damit ist der Ortsbeirat des Großalmeröder Stadtteils nicht unbedingt einverstanden.

Laudenbach – Nach dem Willen des Ortsbeirats soll das sanierungsbedürftige Gebäude auch weiterhin sowohl der Stadt als auch den örtlichen Vereinen als Lagerstätte zur Verfügung stehen. Die ehemalige Scheune, die 1879 zum Spritzenhaus umfunktioniert wurde und nach der Renovierung 1955 den Brandschützern bis zur Einweihung des neuen Feuerwehrgerätehauses am Dorfgemeinschaftshaus in 1989 als Standort diente, ist in die Jahre gekommen.

Die Nutzungsmöglichkeiten des Gebäudes sind gering, da weder eine Heizung noch sanitäre Einrichtungen vorhanden sind. Unter der Voraussetzung, dass die Vereine weiterhin Interesse an der Lagermöglichkeit zeigen, sollten aus Sicht des Ortsbeirats die wesentlichen Arbeiten durchgeführt werden, um eine sichere Nutzung zu ermöglichen. Würde keinerlei Interesse seitens der Vereine bestehen, könne ein Verkauf immer noch angestrebt werden, räumt Bolte jedoch ein.

Unterstützung für die Maßnahme erhofft sich der Ortsvorsteher über das Dorfentwicklungsprogramm „Ikek“ (integriertes kommunales Entwicklungskonzept), in das die Stadt in diesem Jahr aufgenommen wurde. Das zielt darauf ab, im Ortskern Baulücken zu schließen und Leerstände für neuen Wohnraum zu sanieren, bevor weitere Bauplätze am Ortsrand erschlossen werden. Derzeit werde jedes in Frage kommende Objekt von der Stadt aufgelistet, um das Ikek-Konzept umsetzen zu können. Sei das gelungen, so Bolte, könne die Erschließung des zweiten Bauabschnitts „Auf dem Kronsbach“ angestrebt werden.

Seit vier Jahren bemüht sich der Ortsbeirat um eine mobile Geschwindigkeitsmessanlage, die Jagdgenossen hatten bereits zugesagt, sich an den Kosten von etwa 2400 Euro zur Hälfte zu beteiligen. Die Suche nach einem Freiwilligen, der die Anlage betreut, hatte die Anschaffung verzögert.

Nachdem der jetzt gefunden sei, so Bolte, habe die Stadt die Bedingungen geändert: Die Jagdgenossen sollen die Anlage kaufen, die Stadt will den Zuschuss übernehmen. Das lehnen die Jagdgenossen jedoch ab, denn als Eigentümer würden sie auch in der Verantwortung stehen. Jetzt wird weiter verhandelt, sodass sich die Anschaffung noch einmal verzögert.

Die Bauarbeiten an der Kindertagesstätte „Die kleinen Strolche“ sind in etwa im Plan, so Bolte, sodass nach derzeitigem Stand die Einrichtung mit Beginn des neuen Kindergartenjahres im Sommer 2022 wieder in Betrieb genommen werden kann. Mit der Erweiterung wird in der Kita eine U3-Gruppe eingerichtet. Außerdem werden Sozialräume für die Mitarbeiter, ein Büro für die Leiterin und der Spielplatz neu angelegt. Während der Bauphase erfolgt die Betreuung der Kinder im dafür umgestalteten Dorfgemeinschaftshaus in Epterode. (Von Lothar Röß)

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