Werra-Meißner-Kreis: Hilfe für Katastrophengebiet

Witzenhäuser DRK-Helferin berichtet aus Katastrophengebiet

Nach der Flut im Ahrtal: DRK-Helfer aus dem Werra-Meißner-Kreis haben Verletzte im Katastrophengebiet versorgt und transportiert.
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Nach der Flut im Ahrtal: DRK-Helfer aus dem Werra-Meißner-Kreis haben Verletzte im Katastrophengebiet versorgt und transportiert.

Ganze Orte sind verschwunden, andere zur Hälfte. Die komplette Infrastruktur gibt es nicht mehr, so beschreibt eine DRK-Helferin aus Witzenhausen die Lage im Katastrophengebiet.

Werra-Meißner – Kirsten Schöffel vom Deutschen Roten Kreuz (DRK) Witzenhausen war im Katastrophengebiet Ahrtal in Rheinland-Pfalz. Nur wenige Kilometer weiter zeigt sich ein völlig anderes Bild: „Von der Flut-Katastrophe ist nichts mehr zu sehen – als wäre nichts geschehen.“

Mit elf weiteren Helfern vom DRK Witzenhausen und und zwölf vom DRK Eschwege war Schöffel von Samstag, 17. Juli, bis Freitag vergangener Woche in dem Katastrophengebiet mit einer Unterbrechung von zwei Tagen aus persönlichen Gründen. Dort seien zurzeit alle Bewohner, die Hab und Gut verloren haben, am Aufräumen. „Bis diese Arbeiten abgeschlossen sind, wird es noch Monate dauern“, sagt sie. „Bis es wieder so aussieht wie vor der Katastrophe, werden noch Jahre vergehen.“

Die Bewohner der Katastrophengebiete seien fassungslos gewesen, mit welcher Geschwindigkeit und Kraft das Wasser gekommen sei. „Viele wissen nicht, wie es weitergehen soll“, sagt die DRK-Helferin. „Trotzdem sind sie nicht hoffnungslos.“ Schöffel und ihre DRK-Kollegen aus dem Werra-Meißner-Kreis seien mit offenen Armen empfangen worden. Nicht allen Helfern in den Katastrophengebieten sei es so ergangen. Einige hätten den Unmut der Flut-Opfer abbekommen.

DRK-Helfer aus Witzenhausen: Kirsten Schöffel (mit der roten Weste) war mit elf Kollegen im Katastrophengebiet im Ahrtal.

Schöffel und die DRK-Helfer aus Witzenhausen und Eschwege, die für die Hilfsaktion von ihren Arbeitgebern freigestellt wurden, haben dort Verletzte und Kranke transportiert. Zudem haben sie Unfallhilfsstationen aufgebaut, um die aufräumenden Bewohner der Katastrophengebiete zu versorgen, wenn sich diese bei den Arbeiten verletzt haben. „Oft kamen Menschen zu uns, die sich an Glasscherben geschnitten haben“, sagt sie.

Nun ist Schöffel erstmal wieder in Witzenhausen und versucht ihre Eindrücke zu verarbeiten. Doch wenn es möglich ist, möchte sie in ihrem Urlaub im August zurück. „Ich möchte helfen, und da sind Menschen, die Hilfe brauchen“, sagt sie. (Von Fabian Becker)

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