Verkehr, Brücken und Feuerwehr

Stadt Witzenhausen soll 23,5 Millionen bis 2025 investieren

Der Ausbau kommt: Für die Sanierung der Ortsdurchfahrt von Hubenrode ist für 2023 Geld im Investitionsprogramm fest eingeplant. Archivfoto: Hartmut Neugebauer
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Der Ausbau kommt: Für die Sanierung der Ortsdurchfahrt von Hubenrode ist für 2023 Geld im Investitionsprogramm fest eingeplant.

Fast 23,5 Millionen Euro sollen über das Investitionsprogramm in den kommenden fünf Jahren in die Stadt Witzenhausen gesteckt werden – vor allem für Baumaßnahmen. Ein Überblick.

Witzenhausen – Die Stadt muss 12,4 Millionen Euro selbst erwirtschaften und hofft auf 7,9 Millionen Euro Zuschüsse und 3,2 Millionen Euro Anliegerbeiträge. Mit kleineren Änderungen hat das Stadtparlament das Investitionsprogramm bis 2025 am Dienstag verabschiedet. So wurden nach lebhafter Debatte neu 5000 Euro für die Modernisierung der Minigolfanlage auf dem Johannisberg und 5000 Euro für eine Schutzunterkunft am Sportplatz am Sande aufgenommen. Der Antrag der FWG auf 50.000 Euro Planungskosten für eine Fußgänger- und Radfahrbrücke über die Werra wurde abgelehnt.

Die wichtigsten Punkte:

Straßenbeiträge

Auf Antrag von SPD und CDU wurden alle Straßenprojekte, bei denen Anliegerbeiträge fällig werden, bis 2024 geschoben, damit das Stadtparlament einen Grundsatzentscheid treffen kann, ob solche Beiträge künftig noch erhoben werden sollen. Verschoben werden der Ausbau am Katharinenhof, dem Ritzmühlenweg, dem Wilhelm-Eckhardt-Weg und der Kasseler Landstraße in Witzenhausen, die Arbeiten an der Berliner Straße in Unterrieden und „Am Rasen“ in Werleshausen. Ausnahme: Der Ausbau der Neufriemer Straße, auf den die Hubenröder seit Jahren warten und den Hessen Mobil nun 2023 umsetzen will. Kosten: 400.000 Euro, davon müssen die Anlieger 100.000 Euro aufbringen.

Radwege

Zwei große Radwege sind geplant: Für die Strecke Witzenhausen-Kleinalmerode sollen 2022 insgesamt 1,6 Millionen Euro investiert werden, davon trägt das Land 1,27 Millionen Euro. Ein Jahr später sind für den Bau des Radwegs Roßbach-Ellingerode 345.000 Euro eingeplant (Zuschuss: 258.000 Euro). Das Parlament nahm auch 20.000 Euro für ein Radwegekonzept für alle Ortsteile ins Programm auf.

Brücken

Vier größere Brücken sollen erneuert werden: Für 2022 sind das die Rautenbach-Brücke/ Kampstraße in Blickershausen (142.500 Euro), die Allenbachbrücke und der Mündener Straße in Gertenbach (375.000 Euro) und die Brücke an der Oberen Bachstraße über den Wilhelmshäuser Bach in Roßbach (322.500 Euro). 2024 soll in Roßbach die Brücke an der Eselgasse folgen (280.500 Euro).

Hochwasserschutz

Wie Heidi Rettberg (Linke) kritisierte, sind wenig große Ausgaben für den Hochwasserschutz geplant. Ausnahme: Die Renaturierung der Gelster. Für den Abschnitt im Witzenhäuser Stadtgebiet bis DS Smith sollen 130.000 Euro im Jahr 2022 ausgegeben werden, für den Abschnitt Hundelshausen-Trubenhausen im Folgejahr 426.000 Euro. Dafür gibt es insgesamt 450.000 Euro Zuschüsse.

Feuerwehren

Sieben neue Feuerwehrfahrzeuge brauchen die Wehren in der Kernstadt, Blickershausen, Kleinalmerode, Roßbach und Ziegenhagen bis 2025. Dafür werden 1,74 Millionen Euro investiert – Zuschüsse geben der Landkreis (125.000 Euro) und das Land (375.000 Euro).

Für den Neubau des Feuerwehrhauses Hundelshausen ist für 2022 ein Betrag von 1 Million Euro vorgesehen. Zusätzlich nahm das Parlament noch 5000 Euro für Arbeiten im Feuerwehrhaus Dohrenbach auf.

Sonstiges

Über das Stadtumbauprogramm ISEK werden zusätzlich 5 Millionen Euro investiert, die sich Stadt, Land und Bund zu je einem Drittel teilen. Für 2023 ist eine Beteiligung über 3,4 Millionen Euro an Windparks geplant. (Friederike Steensen)

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