300 PS für die Schule

BMW stellt Witzenhäusern ein Testfahrzeug zur Verfügung

Die Kfb-Azubis der Beruflichen Schulen Wirtenhausen und Fachlehrer Enrico Lange bekommen von BMW einen Mini John Cooper Works Clubman.
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BMW spendet Fahrzeug: Gebietsleiter Marinko Milesic (links) übergibt die Schlüssel an Lehrer Enrico Lange.

300 PS hat der Wagen, ein Mini John Cooper Works Clubman, den BMW den Beruflichen Schulen (BS) in Witzenhausen geschenkt hat.

57 000 Euro ist der kleine Sportwagen wert. An ihm werden nun die rund 40 Kfz-Azubi der BS ausgebildet.

„Man spürt die Kraft dieses Fahrzeugs selbst beim Rückwärtsfahren“, erklärte Patrick Hirth begeistert. Der Auszubildende im zweiten Lehrjahr durfte das gerade eingetroffene Fahrzeug vor der Kfz-Werkstatt der Schulen parken. „Unglaublich schön gemacht“ sei das Auto und „sehr wertig gestaltet“, befand Hirth.

„Bei der Ausstattung hat BMW nicht gespart“, meinte Albin Keune, der die Eschweger Filiale des Autohauses Krah & Enders leitet. Sein Team hatte den vier Monate alten Wagen vor der Übergabe noch einmal durchgesehen und dabei die Fahrgestellnummer abgeschabt. Das Auto darf nicht im Straßenverkehr benutzt werden. Nicht einmal eine Schraube dürfen die Schulen verkaufen oder verschenken. „Dazu haben wir uns verpflichtet“, erklärte Fachlehrer Enrico Lange. Lange hatte BMW vor einem guten Jahr angeschrieben und um ein Fahrzeug für den Unterricht gebeten. Er erklärte in seiner Bewerbung genau, wofür die Schule das Auto gebrauchen werde. „Zwei Tage später erhielt ich eine Zusage“, erinnerte sich der Lehrer. Mit der Übergabe würde es aber einige Zeit dauern, teilte ihm der Hersteller mit. Auch der genaue Fahrzeugtyp werde erst kurz vorher mitgeteilt.

Lange wird nach den Sommerferien mit Lehrer Uwe Goldbach, der den gewerblich-technischen Bereich der BS leitet, eine Schulung absolvieren. Ein BMW-Techniker wird dafür eigens nach Witzenhausen kommen. „Wir sind auf neue Fahrzeuge angewiesen, um den Schülern notwendige Kenntnisse zu vermitteln“, betonte Schulleiterin Elisabeth Franz. Eigentlich benötigten sie alle vier, fünf Jahre einen neuen Wagen, ergänzte Goldbach. Das letzte Auto, das sie erhalten hätten, stamme aus dem Jahr 2009 – ein Audi.

„Die Technik verändert sich rasch“, bestätigte Marinko Milesic, der als Gebietsleiter Aftersales 60 BMW- und Mini-Autohäuser zwischen Kassel und Bonn betreut. BMW stelle gerne Schulen nicht mehr benötigte Test- und Schulungsfahrzeuge zur Verfügung. Der Hersteller wolle den Nachwuchs in den Kfz-Werkstätten fördern. Es sei daher realistisch, dass die Witzenhäuser BS in vier, fünf Jahren wieder ein Fahrzeug von BMW erhalte.

Lange hörte aufmerksam zu. Er würde gerne noch ein Elektrofahrzeug bekommen. Eine mündliche Zusage habe er von den Münchnern bereits erhalten, verriet er. Allerdings betrage die Wartezeit bei diesen begehrten Autos vier Jahre.

Von Michael Caspar

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