Ursache für das Feuer noch unbekannt

400.000 Euro Schaden nach Brand in Witzenhausen

Die beim Brand entstandene Rauchwolke war kilometerweit zu sehen.
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Die beim Brand entstandene Rauchwolke war kilometerweit zu sehen.

Der Brand einer Werkstatt in Witzenhausen am Dienstag verursachte 350.000 bis 400.000 Euro Schaden.

Witzenhausen – Nicht bei 150 000 Euro, wie in einer ersten Meldung geschätzt, sondern zwischen 350 000 und 400 000 Euro liegt der Schaden, der am Dienstag bei dem Brand einer Werkstatt an der Mündener Straße in Witzenhausen entstanden ist. Das berichtet Polizeipressesprecher Jörg Künstler.

Neben der Werkstatt wurden sowohl acht Fahrzeuge beschädigt als auch das daneben befindliche Wohnhaus in Mitleidenschaft gezogen.

Die größte Gefahr sei von mehreren explodierenden Gasflaschen ausgegangen, über die nicht in Erfahrung gebracht werden konnte, wo sie stehen und wie viele es sind, berichtet Witzenhausens Stadtbrandinspektor Björn Wiebers. Das Feuer habe bei den in der Halle stehenden Fahrzeugen angefangen und sich dann schnell ausgebreitet. Die Feuerwehr unter der Einsatzleitung von Manfred Demel startete einen Angriff von zwei Seiten. Bei Eintreffen der Feuerwehr hatten bereits alle Menschen die Halle und das angrenzende Wohnhaus verlassen, „so dass wir schnell eingreifen konnten“, sagt Wiebers. Das Löschwasser habe das Wohnhaus „gänzlich unbewohnbar“ gemacht.

Insgesamt waren 117 Helfer, nachdem der Alarm um 17.07 Uhr ausgelöst worden war, stundenlang damit beschäftigt, den Brand zu löschen, so Wiebers. Darunter waren 95 Feuerwehrleute aus Witzenhausen, Kleinalmerode, Rossbach, Blickershausen, Gertenbach, Unterrieden, Werleshausen und Hundelshausen sowie die Bad Sooden-Allendorfer Wehr mit einer Drehleiter und einem Löschgruppenfahrzeug. Im Einsatz waren das Deutsche Rote Kreuz, die Schnelleinsatzgruppe aus Witzenhausen und die Polizei. Zum ersten Mal sei auch eine Drohne zum Einsatz gekommen, erklärt Wiebers. „Die Anschaffung hat sich bewährt.“ Am Mittwoch wurde bekannt, dass sich ein Feuerwehrmann bei dem Einsatz leicht verletzt hat.

Die Mündener Straße wurde laut Wiebers gegen 22 Uhr wieder freigegeben, gegen 22.30 Uhr wurden die Einsatzkräfte abgemeldet, die danach noch eine Stunde mit Nacharbeiten beschäftigt waren. Nachdem die Kriminalpolizei des Kreises am Mittwochmorgen keine eindeutige Brandursache feststellen konnte, werden nun laut Künstler Sachverständige des Landeskriminalamtes angefordert, die wohl in der kommenden Woche die Brandstelle in Augenschein nehmen werden. Dank gelte laut Wiebers dem Herkules-Markt für die Mit-Versorgung und dem Möbelhaus Jaeger, das Platz bereitgestellt habe. (nde)

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