Sicherheitsvorkehrungen wegen Corona im Klinikum Werra-Meißner gelten weiter

Ab Mittwoch wieder Besuche in den Krankenhäusern möglich

Eingangsbereich zum Krankenhaus in Witzenhausen
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Ab Mittwoch können auch im Klinikum Werra-Meißner in Witzenhausen Patienten wieder Besuch bekommen.

Witzenhausen/Eschwege – Die Patienten in den Krankenhäusern in Witzenhausen und Eschwege können sich freuen: Ab kommenden Mittwoch, 15. Juli, werden auch die Corona-Bestimmungen für den Besuch in den Kliniken gelockert. Das bisher geltende generelle Besuchsverbot verliert dann seine Gültigkeit.

Ab dem 15. Juli tritt im Klinikum Werra-Meißner eine neue Regelung in Kraft, die den Verordnungen des Hessischen Sozialministeriums folgt, wie Florian Künemund, der Sprecher des Klinikums Werra-Meißner, mitteilt.

Dann dürfen Patienten an den beiden Standorten Witzenhausen und Eschwege in den ersten sechs Tagen zweimal Besuch von jeweils maximal zwei Personen empfangen. Vom siebten Tag im Krankenhaus an sind täglich bis zu zwei Besucher zulässig.

Im Eingangsbereich erhalten die Besucher ein Meldeformular, auf dem Name, Telefonnummer, Adresse und die Besuchszeit anzugeben sind, damit im Fall einer Coronainfektion die Infektionsketten zurückverfolgt werden können.

Weiterhin wird die Körpertemperatur des Besuchers gemessen. Dieser Aufwand bedeutet für das Klinikum, zusätzliche Arbeitskräfte zu rekrutieren, erläutert Künemund dazu.

Einzuhalten sind ab 15. Juli strikt die Besuchszeiten zwischen 14 und 19 Uhr an beiden Standorten. Im Zentrum für Psychiatrie und Psychotherapie in Eschwege sowie auf den Intensivstationen gelten – aus medizinischen Gründen – abweichende individuelle Regelungen. Hier empfiehlt es sich, dass Angehörige vorher anrufen und fragen, wann ein Besuch möglich ist. Sinnvoll ist laut Klinikum-Geschäftsführer Christoph Maier, wenn Patienten vorher mit Angehörigen und Bekannten abstimmen, welche Besucher kommen sollen – um zu vermeiden, dass beispielsweise ein weitläufiger Bekannter einem nahen Angehörigen das Besuchsrecht wegnimmt. Ebenso empfiehlt es sich für potenzielle Besucher, sich zu überlegen, ob ihr Erscheinen wirklich notwendig ist. „Wir hoffen da einfach auf die Vernunft jedes Einzelnen“, so Maier.

Im Haus gelten natürlich die allgemein bekannten Hygieneregeln: Sowohl der Patient als auch der Besucher muss einen geeigneten Mund-Nasen-Schutz tragen. Schals, Halstücher oder Masken mit Ausatemventil sind unzureichend. Mund-Nasen-Schutz-Masken können im Eingangsbereich auch erworben werden.

Des Weiteren ist im Haus stets ein Mindestabstand von anderthalb Metern einzuhalten – auch im Patientenzimmer. Somit wäre es sinnvoll, wenn sich Patienten in einem Zimmer abstimmen, wer wann Besuch bekommt, damit es nicht zu eng wird, um die Abstandsregelungen einzuhalten.

Menschen mit Atemwegserkrankungen, Fieber oder anderen Krankheitssymptomen ist das Betreten des Klinikums verboten. Maier dazu: „Wir bitten um Verständnis: Es geht um die Sicherheit von Patienten, Besuchern und Personal gleichermaßen.“

Übrigens: Werdende Väter und Angehörige von sterbenden Patienten sind weiterhin von der Regelung ausgenommen. Ihnen wird im Fall der Fälle ein Besuch auch außerhalb der Besuchszeiten ermöglicht.  

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