Entlastung für Bürger und Gewerbetreibende

Abfallgebühren in Witzenhausen bleiben 2021 unverändert

Symbolbild Elektoschrott im Container
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Elektroschrott wird in Witzenhausen ab 2021 ähnlich wie Sperrmüll eingesammelt.

Eine Erhöhung der Abfallgebühren müssen die Bürger von Witzenhausen zunächst nicht befürchten: 2021 werden die Kosten für die Abfallentsorgung nicht angehoben. Allerdings gibt es neue Möglichkeiten zur Entsorgung von Elektroschrott.

Witzenhausen – Die anfallenden Mehrkosten sollen nicht den Bürgern in Rechnung gestellt werden, sondern werden mit einem Rücklagenpolster der Abfallgebühren vergangener Jahre von der Stadt aufgefangen. Das haben die Stadtverordneten jüngst entschieden.

Eine weitere Neuerung gibt es ab 2021: Elektroschrott wird dann wie Sperrmüll auf Abruf eingesammelt. Pro Haushalt können an zwei Tagen im Jahr die Elektroabfälle kostenlos zu Abholung bereitgestellt werden. Dabei muss mindestens ein großes Elektrogerät angemeldet werden.

„Nach diesem schweren Jahr ist es gegenüber den Bürgern und Gewerbetreibenden nur fair, wenn wir ihnen ein wenig Entlastung bieten können“, sagt Lukas Sittel von der SPD.

Ursprünglich war eine Anhebung der Gebühren für alle Mülltonnengrößen und Abfallsorten geplant. Eine kleine, herkömmliche 60 Liter Restmülltonne sollte zum Beispiel 60 Cent mehr pro Monat kosten. Der Antrag für den Kostenausgleich über die Rücklagen kam von der SPD und den Grünen.

Die Abfallgebühren waren das wohl meist diskutierte Thema in der Stadtverordnetenversammlung. Der Antrag von SPD und Grünen wurde unter anderem von der Freien Wähler Gemeinschaft (FWG) kritisch kommentiert. Barbara Schröter sah vor allem eine Gefahr darin, dass die Kosten nur aufgeschoben werden würden, und befürchtet ab 2022 eine wesentlich größere Anhebung der Gebühren.

Heidi Rettberg (Linke) und die CDU schlossen sich diesen Bedenken an. Stephan Brühbach (CDU) sprach von der Alternative, das Rücklagenpolster über die nächsten vier Jahre langsam abzubauen, um die Gebühren nur leicht anzuheben.

Dr. Rita Weber-Wied (Grüne) wies darauf hin, dass dieses Rücklagenpolster für schwere Zeiten gedacht sei und „diese schwierigen Zeiten jetzt da sind.“ AfW-Mann Dr. Christian Platner unterstützte Position von Rot-Grün und rief zur allgemeinen Müllvermeidung auf.

In der Abstimmung votierten 14 Stadtverordnete für und 10 gegen den Antrag. (waq)

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