Abriss des „Treffpunkts": Corvinushaus in Witzenhausen erhält neuen Anbau

Ausräumen im Team: Altes Inventar aus dem „Treffpunkt“am Corvinushaus räumten freiwillige Helfer, darunter Dekanin Ulrike Laakmann (links), schon vor Wochen aus. Vieles landete in einem großen Container. Foto: Frieder Brack / nh

Witzenhausen. Mit den ersten Abräumarbeiten am Dach geht es heute sichtbar für alle los: Der „Treffpunkt", der rückwärtige Anbau an das Gemeindehaus der evangelischen Kirche in Witzenhausen, wird abgerissen.

Das nach einem Wasserschaden vor Jahrzehnten nie wieder richtig trocken gewordene Gebäude macht Platz für ein neues, das eingeschossig errichtet wird. Zudem soll das Corvinushaus modernisiert und innen umgestaltet werden.

Rund eine Million Euro sind für dieses Projekt veranschlagt, rund 150 000 Euro muss die Kirchengemeinde selbst stemmen, sagt Pfarrer Frieder Brack, der dem Bauausschuss vorsteht. Da werde es im Herbst sicherlich auch die Bitte um Spenden geben, kündigt er schon an.

Ziele des Projektes gibt es mehrere: Insbesondere sollen sowohl der Raum, in dem sich die Senioren treffen, als auch das Gemeindebüro erdeben erreicht werden. Bislang mussten die Senioren im Nebenhaus zehn Stufen hoch und beim Toilettengang sogar 17 Stufen hinunter. Auch das Gemeindebüro befindet sich derzeit im ersten Stock.

Das Nutzungskonzept sieht vor, dass künftig mehr Platz für Sitzungen und Treffen ist. Unter anderem bekommt die Konfirmandengruppe 2 dann einen eigenen Raum, der nicht mit den Chören geteilt werden muss. Dieser Raum, in dem sich jetzt noch das Gemeindebüro befindet, soll geistliches Gepräge erhalten, erläutert Pfarrer Brack. Da wäre dann auch Platz für Andachten und für den Kindergottesdienst.

Im Neubau werden neben dem Gemeindebüro auch das Büro für den bundesweit tätigen Leiter der evangelischen Circus- und Schausteller-Seelsorge Platz finden. Dort gibt es dann auch noch einen Mehrzweck-Tagungsraum und eine behindertengerechte Toilette, wie überhaupt das Haus so barrierefrei wie möglich werden soll.

Indem der Haupteingang dann in den Hof verlegt wird, verschwindet nicht nur eine Gefahrenstelle zur Straße hin, sondern kann auch ein repräsentatives Foyer geschaffen werden. Und da im rückwärtigen Bereich mehr Luft zur alten Stadtmauer entsteht, ist dort auch an eine Terrasse gedacht. Für das neue Gesamtgebäude soll zudem die Küche umgestaltet und dann größer und leichter zu bedienen sein. Nächste Woche wird bereits der Bagger anrollen. (sff)

Projekt soll im September 2016 fertig sein

Zwei Wochen sind für die am Dienstag beginnenden Abrissarbeiten veranschlagt. Bis Ende September, so sieht der Zeitplan vor, soll schon der Rohbau des Anbaus stehen. Über den Winter kann dann der Innenausbau erfolgen.

Weiterhin ist vorgesehen, dass im März 2016 aus dem Corvinushaus insbesondere das Gemeindebüro umzieht und die Sanierung des Altbaus beginnen kann. Falls nichts dazwischen kommt, soll alles im September nächsten Jahres fertig sein, sagt Pfarrer Frieder Brack.

Begonnen hatte das Projekt schon am zweiten Mai-Wochenende, als fast 20 freiwillige Helfer der Kirchengemeinde den „Treffpunkt“ ausräumten. (sff)

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