Trendergebnisse aus den Städten und Gemeinden

AfD erstmals im Kreistag Werra-Meißner, SPD verliert, Grüne legen stark zu

Rund 4300 Witzenhäuser gaben ihre Stimme per Briefwahl ab: Seit 14 Uhr öffneten Andrea Hebestreit-Gräwert (vorne links im Uhrzeigersinn), Markus Bindbeutel, Petra Brügger-Bindbeutel, Ribana Bergmann, Anja Bölling, Frauke Sebering und Cornelius Müller die Umschläge.
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Rund 4300 Witzenhäuser gaben ihre Stimme per Briefwahl ab: Seit 14 Uhr öffneten Andrea Hebestreit-Gräwert (vorne links im Uhrzeigersinn), Markus Bindbeutel, Petra Brügger-Bindbeutel, Ribana Bergmann, Anja Bölling, Frauke Sebering und Cornelius Müller die Umschläge.

Verluste für die rot-grüne Koalition und eine neue Fraktion im Kreistag: Das ist das vorläufige Bild, das die Trendergebnisse am Sonntagabend zeichneten.

Werra-Meißner – Demnach wird die AfD erstmals in das oberste Gremium des Werra-Meißner-Kreises einziehen: Um 23.15 Uhr entfielen 5,7 Prozent aller Stimmen auf die Partei am rechten Rand des politischen Spektrums – das sind mehr als für Linke (4,4 Prozent; 2016: 4,5 Prozent) und FDP (3,5 Prozent; 2016: 4,9). Bis dahin wurden in 211 von 216 Wahlbezirken alle Stimmzettel ausgezählt, auf denen die Wahlberechtigten nur eine Liste angekreuzt haben. Das entspricht 52,6 Prozent aller abgegebenen Wahlzettel, sodass mit Änderungen gerechnet werden muss.

Größter Verlierer und zugleich stärkste Partei ist die SPD: Sie muss mit 32,2 Prozent fast zehn Prozentpunkte zur Wahl 2016 (41,8 Prozent) abgeben. Die Grünen verdoppeln mit 14,1 Prozent ihr Ergebnis von 2016 (7,6), während die Werte für CDU (29,0 Prozent: 2016: 30,7) und FWG (11,2 Prozent; 2016: 10,6) stabil bleiben.

Trendergebnisse: Ampel-Koalition verpasst Mehrheit knapp

Die weitere Sitzverteilung nach den Trendergebnissen: CDU 18 Sitze (-1), Grüne 8 (+3), SPD 20 (-5), FWG 7 (+1), die Linke 3 (bleibt), FDP 2 (-1) und die AfD 3 (+3). Das würde bei insgesamt 61 Sitzen bedeuten, dass die bisherige Koalition von SPD, Grünen und FDP die Mehrheit von 31 Sitzen ganz knapp verfehlt.

Die Kreistags-Trends aus den einzelnen Kommunen

Bei der Kreistags-Wahl gibt es diese Trendergebnisse aus Bad Sooden-Allendorf: CDU 38,4 %, Grüne 15,1 %, SPD 26,1 %, AfD 5,0 %, FDP 2,5 %, Linke 4,5 %, FWG 8,4 %.

Großalmerode: CDU 18,3 %, Grüne 9,3 %, SPD 35,5 %, AfD 5,0 %, FDP 3,8 %, Linke 3,6 %, FWG 24,5 %.

Hessisch Lichtenau: CDU 26,8 %, Grüne 14,0 %, SPD 34,5 %, AfD 4,4 %, FDP 2,6 %, Linke 4,5 %, FWG 13,3 %.

Neu-Eichenberg: CDU 17,9 %, Grüne 33,7 %, SPD 22,9 %, AfD 5,1 %, FDP 2,6 %, Linke 8,5 %, FWG 9,4 %.

Witzenhausen: CDU 25,9 %, Grüne 23,1 %, SPD 28,3 %, AfD 5,2 %, FDP 4,2 %, Linke 6,5 %, FWG 6,9 % (25 von 26 Wahlbezirken).

Trends für die Gemeindewahlen

Auch für die Stadtverordnetenversammlungen und Gemeindevertretungen lagen am Abend nur Trends vor:

Bad Sooden-Allendorf (35 % aller Wähler hatten auf dem Wahlzettel hatte eine Liste angekreuzt): CDU 43,5 %, Grüne 17,2 %, SPD 23,0 %, FWG 16,4 %.

Großalmerode (58 %): CDU 14,4 %, SPD 36,2 %, Wählergemeinschaft 49,3 %.

Hessisch Lichtenau (37,1 %): CDU: 27,2 %, SPD 33,7 %, Bürgerliste 10,9 %, FWG 16,5 %, Grün/Links 11,7 %.

Neu-Eichenberg (60 %): CDU 10,8 %, Grüne 22,3 %, SPD 24,4 %, Linke 7,9 %, Miteinander für NEB 34,7 %.

Witzenhausen (43 %): CDU 26,4 %, Grüne 18.4 %, SPD 28,2 %, FDP 6,2 %, Linke 3,7 %, FWG 9,0 %, AfW 6,0 %, Die Partei 2,3 %.  (fst/sff)

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