Straße wird zur Sackgasse

Aldi in Witzenhausen soll neben Tegut am Laubenweg entstehen

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Hier soll der neue Aldi-Markt gebaut werden: Der Laubenweg würde zur Sackgasse, weil die rund 1000 Quadratmeter große Ladenfläche zum Teil darauf gebaut werden soll. Das weiße Gebäude des Spielmannszugs müsste dem Parkplatz weichen. 

Witzenhausen. Ein neuer Standort für den Aldi-Markt in Witzenhausen zeichnet sich ab: Er soll Mauer an Mauer mit dem Tegut-Gebäude auf dem südlichen Ende des Laubenwegs entstehen. 

Die Vorgaben

Wie Bauamtsleiter Bernd Westermann und Projektentwickler Dr. Ewald Plaisier am Dienstag im Bauausschuss erläuterten, hat man nun einen Standort gefunden, der den Vorgaben des Parlaments entspricht:

• Er ist am alten Standort im Verbund mit Tegut.

• Er beeinträchtigt die Nutzung des Festplatzes nicht.

• Er beeinflusst optisch das Erscheinungsbild des Vollsortimenters Tegut kaum.

Die neue Lage

Durch den Neubau des Aldi-Marktes wird der Laubenweg zur Sackgasse. Daher muss der Verlauf der Stadtbus-Linie 1 samt Bushaltestelle verlegt werden. Tegut, Aldi und die Stadtwerke sollen künftig über die Straße „Hinter dem Deich“ beliefert werden. Weil auf dem Festplatz Parkplätze für Aldi entstehen sollen, muss das Gebäude, in dem der Spielmanns- und Fanfarenzug probt, abgerissen werden.

Die offenen Fragen

Durch die neue Sackgasse ist unklar, wie sich das Verkehrsaufkommen am Knotenpunkt B 80-Laubenweg entwickeln wird – Staus sind denkbar. Deshalb soll das Parlament auf Wunsch des Bauausschusses ein Verkehrsgutachten in Auftrag geben. Wie das alte Aldi-Gebäude künftig genutzt wird, ist noch offen. Um die Innenstadt-Läden nicht zu gefährden, soll auf Wunsch des Ausschusses die Einzelhandelsstudie fortgeschrieben werden, die die Nutzung des 700 Quadratmeter großen Gebäudes beschränken kann. Ein Klimaschutzgutachten soll klären, wie das neue Gebäude das Klima der Stadt beeinflusst. Die Kosten aller Gutachten soll Aldi tragen.

Für den Spielmannszug soll ein neuer Probenraum gefunden werden, so Westermann. Ob als Neubau oder in einem bestehenden Gebäude, muss noch geklärt werden. Wer künftig Besitzer der rund 2000 Quadratmeter großen Parkfläche auf dem Festplatz ist, muss laut Westermann noch verhandelt werden. Sicher sei, dass die Fläche bei Veranstaltungen als Teil des Festplatzes genutzt werden kann.

Der Zeitplan

Projektentwickler Plaisier ließ durchblicken, dass endlich Bewegung in die Planungen kommen müsse. Er hat seit 2013 über zehn Konzepte für den neuen Standort entwickelt.

Westermann schlägt vor, dass die drei Gutachten noch 2017 erstellt werden sollen, damit der Investor Planungssicherheit bekommt. Das Parlament soll dieses Vorgehen am Dienstag, 16. Mai, beschließen.

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