Sie wollen Kindern eine Stimme geben

Alexander Schöberl übernimmt in Witzenhausen das Projekt „Kinderfreundliche Kommune“ von Rukin Tatli

Der neue Aktionsplan ist da: Rukin Tatli übergibt ihre Arbeit an Jugendpfleger Alexander Schöberl.
+
Der neue Aktionsplan ist da: Rukin Tatli übergibt ihre Arbeit an Jugendpfleger Alexander Schöberl.

Kindern zuhören, ihnen eine Stimme geben und sie mitentscheiden lassen. Darum geht es beim Aktionsplan „Kinderfreundliche Kommune“ vom Verein Land Leben Schule (LaLeSchu).

Witzenhausen – 18 Monate lang hat sich Rukin Tatli als Koordinatorin um das Projekt „Kinderfreundliche Kommune“ gekümmert. Ihre Stelle wurde durch Fördergelder finanziert. Da diese nun auslaufen, übergibt sie die Leitung des Projekts an den Witzenhäuser Jugendpfleger Alexander Schöberl. Momentan befinden sich die beiden im Übergabeprozess, gehen gemeinsam den Aktionsplan für das laufende Jahr durch, Rukin Tatli übergibt gesammelte Kontakte und bereits vorbereitete Projekte an ihren Nachfolger.

Der freut sich vor allem auf die Herausforderung als neuer Koordinator nicht länger nur mit Jugendlichen, sondern künftig auch mit Kindern zusammenzuarbeiten. Als eine seiner vorrangigen Aufgaben sieht er, die erneute Zertifizierung zur „Kinderfreundlichen Kommune“ für die Stadt Witzenhausen zu sichern und das Thema Kinderrechte weiter zu stärken und bekannt zu machen.

„Mir hat die Zusammenarbeit mit den Kindern immer großen Spaß gemacht“, sagt Rukin Tatli. Vor allem Besuche in den Schulen und Gespräche mit Kindern über ihre Rechte lagen ihr am Herzen. „Es war spannend, zu sehen, welche Gedanken sich Kinder machen und zusammen mit ihnen Projekte zu entwickeln.“

Im neuen Aktionsplan „Kinderfreundliche Kommune“ geht es um kinderfreundliche Rahmenbedingungen in der Stadt und wie man sie weiter verbessern kann, die Möglichkeiten Kinder und Jugendliche an den Prozessen in der Stadt teilhaben zu lassen und Projekte sowie Aktionstage für Kinder. „Uns ist wichtig, dass nicht über Kinder entschieden wird, sondern mit ihnen zusammen“, erklärt Rukin Tatli. Darum gibt es auch eine enge Zusammenarbeit mit dem Bundesprogramm Demokratie Leben und dem Projekt Witzenhausen 2030.

„Der Aktionsplan ist für uns als Verein LaLeSchu das Ergebnis eines Herzensprojekts“, sagt Katharina Franke von LaLeSchu. „Kinder und Jugendliche haben gleichwertig einen festen Platz in unserer Gesellschaft, den wir als erwachsene Lobby sichtbar und hörbar machen müssen“, so Franke weiter.

Die Aufgabe übernimmt jetzt Alexander Schöberl, zu einem Zeitpunkt, der ebenfalls eine Herausforderung ist: Die Corona-Pandemie macht Planungen schwierig. Kinderspieltag, Weltkindertag und Aktionen werden vorerst nur virtuell geplant oder sind auf Kleinstgruppen ausgelegt. Anstelle vor großen Festen werden Dinstanzveranstaltungen geplant.

Bis Mitte Februar soll die Übergabe und die gemeinsame Planung des laufenden Jahres dauern. Der Aktionsplan wird von Rukin Tatli und Alexander Schöberl an verschiedene Einrichtungen in Witzenhausen verschickt, darunter Schulen und Vereine. Er ist auch im Internet abrufbar unter dem Link zu.hna.de/kinderfreundlich (Wiebke Huck)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.